Mit der Makro-Fotografie in eine andere Welt eintauchen – Das Equipment
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Mit der Makro-Fotografie in eine andere Welt eintauchen – Die Aufnahme

Eine Spinne hat sich eine Fliege geschnappt.

Die Makro-Fotografie ist anspruchsvoll, auch was das fotografische Können betrifft. Die Schärfentiefe ist extrem gering und generell gilt, dass der Fotograf eher mit Lichtmangel anstatt mit zu viel Licht zu kämpfen hat. Wie dir aber dennoch tolle Makroaufnahmen gelingen, erkläre ich in diesem Blog.

Wenn du deine Kamera, ein Makroobjektiv und optional noch ein Stativ hast, kann es losgehen mit der Makro-Fotografie. Suche dir für den Anfang ein unbewegtes Objekt. Spannend sind Blumen und andere Pflanzen.

Scharfstellen in der Makro-Fotografie

Das Fokussieren in der Makro-Fotografie kann manchmal eine Herausforderung darstellen. Selbst bei einer Blende von 16 ist der Schärfentiefe-Bereich extrem klein. Bereits eine Bewegung mit der Kamera von einem winzigen Millimeter sorgt dafür, dass die Schärfe nicht mehr da liegt, wo sie eigentlich platziert wurde. Dabei hilft das Stativ enorm, so befindet sich die Kamera immer an der gleichen Position. Fokussiere immer durch den Sucher, da du die Schärfe so besser beurteilen kannst.

Wenn du kein Stativ hast, empfehle ich dir, die Kamera nach vorne und hinten zu bewegen, anstatt mit dem Fokusring akkurat die Schärfe zu legen. Dies ist meist zielführender und geht schneller.

Ein Bild durchgehend scharf zu haben ist in der Makro-Fotografie schwierig. Du kannst aber auf die Technik des Fokus-Stackings zurückgreifen. Dabei ist wichtig, dass du ein Stativ nutzt, um zu fotografieren. Anschliessend nimmst du mehrere Bilder auf, bei denen jeweils die Schärfe in einem anderen Bereich liegt. In Photoshop werden diese Bilder dann zu einem Bild zusammengerechnet und du erhältst ein Foto mit durchgehender Schärfe. Generell sieht ein Schärfe-Unschärfe-Spiel aber sehr schön aus bei Makro-Bildern, da so auch der Blick geführt werden kann.

Richtig belichten

Was du bei Makro-Aufnahmen nie genug haben kannst, ist Licht. Deshalb bietet es sich an, Makros im Sommer über Mittag bei strahlendem Sonnenschein zu schiessen.

Oder du setzt einfach externe Lichtquellen ein, wie zum Beispiel LED-Lichter oder Blitze. Bei Blitzen solltest du darauf achten, dass du entfesselt blitzen kannst. Dabei platzierst du den Blitz nahe am Objekt und erhältst so eine gute Ausleuchtung. Was auch gut funktioniert, sind sogenannte Makro-Blitze, welche vorne am Objektiv angebracht werden. Dadurch ist die Ausleuchtung des Objekts perfekt.

Wenn du einen Blitz benutzt, der auf dem Blitzschuh angebracht ist, kann es sein, dass deine Kamera einen Schatten auf das Objekt wirft.

Bezüglich der Verschlusszeit kommt es darauf an, wie du fotografierst. Aus der Hand musst du eine kürzere Belichtungszeit wählen. Gleiches gilt, wenn du mit einem Blitz arbeitest und vor allem auch immer dann, wenn du bewegte Objekte fotografierst. Ab dem Stativ kann die Belichtungszeit bei nicht bewegten Objekten natürlich auch länger sein.

Die Makro-Fotografie braucht zu Beginn sehr viel Übungszeit. Schnell wirst du aber tolle Resultate erzielen können. Makro ist ein Spezialgebiet der Fotografie. Wenn du es einmal ausprobiert hast, wirst du wissen warum. Es ist ein Ausflug in eine andere Welt. Enorm spannend, wie ich finde.

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