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Fortbewegung in Chile – Bus oder doch lieber ein Mietauto?

Mietauto RAV4 mit Wüste im Hintergrund

Bezüglich der Fortbewegung in Südamerika haben wir uns vor der Reise nicht allzu viele Gedanken gemacht. Für uns gab es zwei Optionen, Mietauto oder Bus. Wir haben öfters gelesen, dass man sich besonders in Chile sehr gut mit dem Bus fortbewegen kann, dies sehr preiswert ist und die Busse inzwischen richtig gut sind. Durch Chile mit den ÖVs – wieso eigentlich nicht? Die Idee gefiel uns.

Wenn du unseren Vlog #8 aus Putre gesehen hast, dann weisst du, dass wir unser Vorhaben anfänglich auch tatsächlich so umgesetzt haben und mit dem Bus von Peru nach Chile gefahren sind. In Chile haben wir uns direkt den nächsten Bus geschnappt und sind nach Putre weitergereist.

Putre – In the middle of nowhere ohne Auto

In Putre angekommen, merkten wir schnell, dass wir ohne Auto aufgeschmissen waren. Putre liegt auf 3’500 Meter über Meer und hat um die 2’000 Einwohner. Arica, die nächste grössere Stadt liegt drei Busstunden von Putre entfernt. Der Bus von Putre nach Arica fährt einmal täglich um 14.00 Uhr. Erschwerend kam dazu, dass wir am Nationalen Feiertag in Putre waren und sämtliche Tour Operator geschlossen hatten. Wir hätten eine Tour im Voraus buchen müssen, dann wäre das wohl kein Problem gewesen. So aber sassen wir fest und konnten nichts machen.

An diesem Sonntag sank die Stimmung auf einen Tiefpunkt. Stefan war ziemlich mies gelaunt. Das Thema Bus war von da an ein ganz heikles Thema, denn Stefan hasst nichts mehr als unflexibles Reisen. Die einzige Lösung für unser Problem war also ein Mietfahrzeug.

Mietauto in Chile – unsere Recherche

Da wir ohnehin unglaublich viel Zeit hatten, weil wir ja offiziell als gestrandet galten, nutzten wir die Zeit, um nach einem Mietauto zu suchen. Für uns optimal wäre eine Anmietung in Arica und die Abgabe in Santiago de Chile gewesen, da wir ab Santiago de Chile nach Australien weiterfliegen werden.

Eine der grössten Autovermietungen in Chile scheint Europcar zu sein. Europcar hat ohnehin schon sehr hohe Preise. Rechnet man die Oneway Fee noch ein, dann werden die Mietautos beinahe unbezahlbar. Die Oneway Fee von Arica nach Santiago de Chile beträgt um die 1’000 Dollar. Wir beschlossen, dass dies definitiv nicht die Lösung sein konnte.

Seitenspiegel des Mietfahrzeugs mit Bergpanorama im Hintergrund

Die Lösung unseres Problems

Wir lernten in Putre ein sehr nettes Schweizer Paar kennen. Sie waren mit einem Mietauto der Firma Seelmann unterwegs. Diese kleine Autovermietung ist wohl von einem Deutschen gegründet worden und auch heute arbeiten zwei sehr nette Deutsche Jungs da. Der Hauptsitz dieser Autovermietung liegt in Santiago de Chile. Ich habe also direkt eine Mail dahin geschrieben, um mir eine Offerte geben zu lassen. Die Preise auf der Website (www.seelmann.cl) liessen uns hoffen. Die Fahrzeuge dieser Firma waren rund 800 Dollar günstiger als jene von Europecar, beide ohne Oneway Fee gerechnet. Dies bedeutete jedoch, dass wir erst nach Santiago de Chile gelangen mussten. Stefan fand dann sehr schnell einen Flug der Airline Sky für gesamt etwas weniger als 300 Dollar.

Das Angebot von Seelmann war dann Tatsache mindestens die 800 Dollar günstiger, wenn nicht sogar mehr. Wir buchten also den Flug nach Santiago und vier Tage später konnten wir unser Mietfahrzeug in Empfang nehmen – einen Toyota RAV4. Solltest du ebenfalls ein Mietauto für die Atacama Wüste benötigen, dann raten wir dir auf jeden Fall einen SUV zu nehmen, am besten einen mit Allrad, denn die Strassen in der Atacama Wüste sind oftmals unbefestigt und übersät mit Schlaglöchern.

Wir sind mit unserem RAV4 dann Richtung Atacama-Wüste gedüst und haben da einige Ausflüge gemacht. Auch auf dem Weg Richtung Atacama Wüste haben wir einige Nationalparks gesehen, leere Strände genossen und haben immer mal wieder Stopps eingelegt, um die wunderschöne Natur zu geniessen. Die Bilder dazu findest, du auch in unserem Vlog “Auf in die Atacama Wüste” oder in unserer Fotogalerie.

Klar, ein Mietauto bedeutet natürlich auch, dass man viel Zeit im Auto verbringt. Insbesondere in Chile, auf Grund der riesigen Distanzen. Unser Fazit ist jedoch, dass wir immer wieder ein Mietauto nehmen würden, denn die Flexibilität und Freiheit geniessen wir in vollen Zügen. Durch das Mietauto können wir das Land ganz anders erleben. Gerade in Chile ist ein eigener Wagen Gold wert. Mit dem Bus ist das Reisen dann doch einiges schwieriger als gedacht. Oder sagen wir besser, mühsam.

Mietauto RAV4 in der Atacama Wüste

 

Die Atacama-Wüste hat uns in Chile absolut überrascht. Wir erzählen dir, was du im Valle de la Luna beachten solltest und was unser absolutes Highlight war.

2 Kommentare

  1. Joshua Pfeil sagt:

    Hallo ihr beiden,

    bin durch Twitter auf euern Blog gestoßen. Hat mich sofort von der Aufmachung und vom Design angesprochen. Ich persönlich will nächstes Jahr auch für ein Monate nach Südamerika. Auch ich habe mir ein paar Gedanken über die Fortbewegung gemacht, da die Südamerikaner ja auch nicht die pünktlichsten sind 🙂 Der Beitrag hat mir aufjedenfall geholfen. Habe auch nur gute Erfahrungen bisher mit Europcar gemacht! Ich werde euch auf dem Laufenden halten. Bis dahin vielen lieben Dank für den informativen Blogbeitrag.

    Joshua 😉

    • Steffi sagt:

      Hallo Joshua
      Das freut uns sehr. Falls du weitere Informationen zu Südamerika (Peru, Chile) benötigst, dann darfst du dich gerne melden. Wir freuen uns, wenn wir weiterhelfen können. Unpünktlichkeit war eigentlich gar nicht unbedingt unser Problem, sondern viel eher die Sprache. Falls du bereits Spanisch sprichst, wäre es perfekt, ansonsten eigne dir noch einen kleinen Wortschatz an. Steffi hatte im Vorfeld Spanisch-Unterricht – ohne wären wir wirklich aufgeschmissen gewesen. Denn wir mussten feststellen, dass nicht einmal in Santiago de Chile viele Leute Englisch sprechen.

      Sonnige Grüsse
      Steffi & Stefan

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