Top-Gründe mit dem Camper oder Dachzelt durch Namibia zu reisen

Stefan Tschumi

Stefan Tschumi

Stefan liebt es, die Welt zu bereisen und unvergessliche Momente mit der Kamera festzuhalten. Ach ja, Kaffee liebt er auch.

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Die Vielfalt von Namibia erstreckt sich nicht nur über die Natur- und Tierwelt, sondern zieht sich bis hin zu den Reisemöglichkeit. Du kannst Namibia auf diverse Arten entdecken. Neben Gruppenreisen, kann man sich auch einfach ein Mietauto buchen und in den Lodges übernachten oder mit einem Auto mit Dachzelt das Abenteuer suchen. 

Wenn es für dich nichts aufregenderes gibt, als das Campingleben, dann erübrigt sich für dich wohl das abwägen von Pro und Contra. Für alle anderen beleuchten wir genau diese Punkte an Hand unserer Erfahrungen. Eines noch vorne weg, du solltest dir vorgängig unbedingt Gedanken darüber machen, in welcher Jahreszeit du reist. Im Winter (Juni – August) kann es nachts wirklich sehr kalt werden. Auf den morgendlichen Game Drives im Juni trugen wir jeweils drei Schichten – Pulli, Weste und einen dünne Daunenjacke. Ich hoffe das verdeutlicht, wie kalt es war. Man sollte die namibischen Nächte wirklich nicht unterschätzen.

Namibia2Go Mietwagen
Namibia2Go Mietwagen

Vorteile des Dachzelts

Abgesehen von der Sache mit der Temperatur bringt das Camperleben natürlich einige Vorteile mit sich. Insbesondere Naturkinder und Fotografen kommen beim Campen voll auf ihre Kosten.

Nahe an der Natur

Als Camper bist du zweifelsohne nochmals ein Stückchen näher an der Natur. Du hörst die Vögel zwitschern, die Hufe der Zebras und Gnus und wenn du richtig Glück hast, dann vielleicht sogar das Trompeten eines Elefanten. Wenn du nachts zur Toilette musst, dann wirst du vermutlich aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, denn der Sternenhimmel ist der absolute Wahnsinn. Du wirst die Milchstrasse von blossem Auge sehen. Es gibt durchaus Camps, die nicht eingezäunt sind. Tiere könnten dir also ebenfalls über den Weg laufen.

Strasse in Namibia
Strasse in Namibia

Schone deine Geldbörse

Die Camps in Namibia sind erschwinglich. Durchschnittlich muss für eine Nacht mit einem Betrag zwischen 5 und 30 CHF pro Person gerechnet werden. In der Regel bieten die Camps Self-Catering Möglichkeiten, was sich wiederum positiv auf deine Geldbörse auswirkt.

Übernachte an tollen Fotospots

In Namibia hat so gut wie jeder Park gewisse Schliesszeiten. Wir haben oft erlebt, dass die Öffnungszeit auf den Sonnenaufgang fällt und die Schliesszeit auf den Sonnenuntergang. Sprich, du hast keine Möglichkeit, den Sonnenaufgang oder auch den Sonnenuntergang in diesem Park zu fotografieren. Es sei denn, du übernachtest in diesem Park. Die Schliesszeiten für all jene, die im Park übernachten, weichen jeweils um eine Stunde ab. Morgens darf man eine Stunde früher los und abends eine Stunde später zurückkommen. Die Lodges in diesen Parks haben natürlich ihren Preis. Für uns definitiv nicht in unserem Budget. Die Camps in diesen Parks sind jedoch erschwinglich. Also auch hier wieder ein Vorteil für die Camper.

Sonnenuntergang bei Spitzkoppe Namibia
Sonnenuntergang bei Spitzkoppe Namibia

Flexibilität ist King

Als Camper bist du generell flexibler, denn du hast alles mit dabei. Du musst dich nicht an Frühstücks- und Dinner-Zeiten halten, sondern kannst dir deinen Tag so einrichten, wie es dir gefällt. Solltest du trotzdem einmal in einer Lodge übernachten wollen oder keine Lust darauf haben, selber zu kochen, dann kannst du auch jederzeit in der Lodge dinieren. Du hast also die volle Flexibilität.

Nachteile des Dachzelts

Obwohl das Campen viele Vorteile bietet, gibt es natürlich auch einige Nachteile, die man in die Planung einfliessen lassen sollte.

Sonnenuntergang bei Klein Aus Vista in Namibia
Sonnenuntergang bei Klein Aus Vista in Namibia

Das Fahrzeug ist teurer

Während die Übernachtungskosten an sich tiefer ausfallen, muss dafür bei der Fahrzeugmiete etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden. Das Fahrzeug mit Dachzelt wird vermutlich auch etwas mehr Benzin oder Diesel verbrauchen. Die Preise für Diesel und Benzin sind jedoch einiges unter dem Preis, was wir uns von der Schweiz oder Deutschland gewohnt sind.

Das Bett immer mit dabei

Insbesondere für Fotografen ist dies natürlich absolut genial. Du solltest jedoch daran denken, dass ein solches Zelt auch immer wieder auf- und abgebaut werden muss. Also jeden Tag aufbauen und wieder abbauen, dein Bett ist zugleich auch dein Fortbewegungsmittel. Wenn also einer von beiden noch kurz los will in der Nacht, um Sterne zu fotografieren, dann muss der andere zwangsläufig auch mit und gegebenenfalls auf der Rückbank weiterschlafen.

Steffi am Rande des Fishriver Canyons
Steffi am Rande des Fishriver Canyons

Schliesszeiten von Gates

Egal, ob du in Lodges oder auf Camps übernachtest, denke bitte immer daran, dass die meisten Schliesszeiten haben. Informiere dich vorgängig darüber und informiere die Unterkunft, falls du später ankommen solltest. Wir waren uns dessen nicht bewusst und wurden einmal sogar angerufen, weil wir nicht rechtzeitig da waren. Glücklicherweise wurden wir 1.5 Stunden nach der Schliesszeit noch hereingelassen.

Fazit einer Camper- oder Dachzeltreise durch Namibia

er Abenteuer liebt, für den ist die Selbstfahrertour mit Dachzelt oder Camper das Richtige. Du kommst der Natur nahe, schonst den Geldbeutel und erlebst Geschichten, die ein Leben lang in Erinnerung bleiben werden – und darum geht es ja am Ende. Zudem kannst du dein ganz eigenes Tempo gehen und so Namibia auf die Art und Weise kennenlernen, wie du es dir vorstellst.

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