Old man of Storr bei Sonnenaufgang
Creators Path – Lerne visuelles Storytelling
Stefan bei der Fotografie
Es darf keine Reisescham entstehen wegen Corona

Reisen zu Zeiten von Corona

Bild mit Maske

Steffi mit Maske und Fiebermesser.

Gut vier Monate sind vergangen, seit in vielen Teilen der Welt, unter anderem auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, der Lockdown ausgerufen wurde. Die Welt stand still, zumindest die touristische. Die wirtschaftlichen Schäden und die Auswirkungen auf die verschiedensten Lebensbereiche sind aktuell noch nicht abzuschätzen. So langsam aber, öffnen die Länder wieder ihre Grenzen, was das Reisen wieder möglich macht. Doch wie ist es in dieser Zeit unterwegs zu sein? Wir haben uns dies angeschaut.

Mitte Juli zog es uns als Foto Coaches in den Norden von Deutschland. Der erste Trip, seit kurz vor Abflug im März ein Norwegen Projekt gecancelt wurde. Das letzte Mal waren wir Anfang März in Berlin unterwegs. Da hat die ganze Corona-Thematik bei uns gerade so richtig begonnen. Nun sind wir mitten drin, in dieser neuen Realität, auf welche wir mit gemischten Gefühlen blicken.

Reisen, ja oder nein?

Als passionierte Reisende machen wir uns natürlich besonders Sorgen um unsere Freunde und Bekannte, welche in der Reiseindustrie tätig sind. Nicht zu vergessen, unsere Freunde weltweit, von denen einige stark vom Tourismus abhängig sind.

Thein Toe vor seinem Auto
Thein Toe unser Guide in Myanmar.

Bei uns wird der Tourismus Zuhause proklamiert. Klar, dagegen ist nichts einzuwenden. Deutschland, Österreich sowie die Schweiz sind wunderschöne Länder. Nur geht bei der ganzen Diskussion gerne vergessen, dass wir durch die ganze Situation den Over-Tourism zu uns holen. In den Schweizer Bergen zeigt sich diese Tendenz seit Mai. Die Natur wird zum Hotspot für die Menschen, welche die Bergregionen regelrecht überlaufen. Mit ihnen kommt der Müll. Von Abstand halten keine Spur. Respekt für die Natur und andere Menschen? Fehlanzeige. Die Konstanzer-Innenstadt ist von Menschen aktuell regelrecht geflutet. War das vorher auch schon so im Sommer? Nein. Ist dies eine direkte Folge davon, dass weniger Menschen ins Ausland reisen? Und ob!

Wenn man aus Angst vor Corona nicht ins Ausland reisen möchte, dann sollte man sich auch in Europa nicht an den Touristen Hotspots aufhalten. Denn da ist die Gefahr einer Ansteckung auch gegeben. Generell kann man sich immer und überall Viren und Bakterien einfangen. Aber unser Körper ist ein ganz ausgeklügelter Organismus und wir sind davon überzeugt, dass er mehr aushalten kann als mancher von uns glaubt. Am Ende muss jeder und jede für sich selber entscheiden, was sich gerade richtig anfühlt und wie viel Risiko man verantworten möchte.

Strasse und Berg
Eine Strasse in der Hochebene der Atacama Wüste in Chile auf 4’500 Metern Höhe.

Für uns ist klar, dass wir so bald wie möglich wieder Reisen möchten. Neben Corona gibt es viele andere Probleme, wie beispielsweise Hunger. Wir glauben fest daran, dass wir unseren Teil dazu beitragen können dieses Problem anzugehen in dem wir entweder an entsprechende Organisationen spenden oder aber Reisen und den Personen, in Länder ohne Schweizer Sozialsystem, die Möglichkeit geben Geld zu verdienen mit dem Tourismus. Denn der Tourismus ist für viele die grösste Einkommensquelle.

Gespräch beim Fishriver Canyon
Steffi unterhaltet sich beim Fishriver Canyon.

Masken tragen und Fieber messen

Doch wie ist es denn nun, wenn man sich im Ausland bewegt? Kurz gesagt: anders. Vielerorts herrscht Maskenpflicht. Auf den Böden finden sich Markierungen, welche den Abstand zeigen, der eingehalten werden sollte. Teils benehmen sich Leute so, als würden sie der Polizei angehören. Andere wiederum, sind locker. Fiebermessen ist ein weiteres, sehr weit verbreitetes Thema. Wer die Tempel in Bagan besuchen möchte, bei dem wird Fieber gemessen. Dies möchte die Regierung von Myanmar so. Dass es vielerorts wie auf einer sterilen Krankenstation riecht, müssen wir wohl nicht extra thematisieren. 

Teils wird man dazu angehalten, sich die Hände zu desinfizieren. Wenn die Maske nicht richtig sitzt, muss man mit einer Massregelung rechnen. Wer auf Reisen die absolute Freiheit sucht, der sollte weit weg von jeglichen Menschen. Denn in den Städten findet sich diese aktuell kaum.
Wir wollen hier nicht darüber urteilen, welche Schutzmassnahmen richtig sind und welche übertrieben sind. Wir sprechen nur über die aktuelle Lage.

Was die Zukunft bereithalten könnte

Stellt sich natürlich die Frage, wie die Situation zukünftig aussehen wird? Gewinnen wir dieses Freiheitsgefühl wieder zurück? Vielleicht. Wir sind keine Propheten und können dies daher nur schwer einschätzen. Generell vergessen Menschen schnell. Wenn Corona aus der medialen Öffentlichkeit verschwindet, dürfte das Thema in den Köpfen auch durch sein. Doch bis dies passiert, müssen wir mit den Einschränkungen leben. Das bedeutet, dass wir uns vermehrt informieren müssen. Nicht alle Länder gehen gleich mit Covid-19 um. Die Lage kann sich schnell ändern. Neue Massnahmen hier. Neue Massnahmen da. Dies ist indes wenig verwunderlich, wenn man sich vor Augen führt, dass auch die Politiker keine Experten sind – und so werden wir wohl bald Themen wie die Impflicht und spezielle Reisepässe diskutieren müssen.  

Reisepass mit Stempel
Ein Reisepass mit vielen Stempel von verschiedenen Reisen.

Glücklicherweise ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Das bedeutet, dass sich die meisten sowieso an die Massnahmen gewöhnen – und dies meist schneller als gedacht. Wer reisen möchte, der bezahlte aktuell einen gewissen Preis dafür. Es gibt kein richtig oder falsch. Jeder muss für sich selber entscheiden, ob das Reisen unter diesen Umständen einem persönlich zusagt oder nicht. 

Um dieses eher schwierige Thema nun trotzdem schön abzurunden, teilen wir mit dir einige unserer Bilder von den vergangenen Reisen. Lass dich inspirieren und deine Gedanken schweifen.

Novize erleuchtet
Ein burmesischer Novize unter einer Flut aus Licht.
Frau mit traditionellem Hut
Eine Frau mit traditionellem Hut in Myanmar.
Sonnenaufgang in Bagan
Ein Pagode in Bagan mit der Sonne im Hintergrund die sich hinter einem Hügel zeigt.
Tanzania Leopard Kopf
Ein Leopard, der sich im Dickicht vor der Sonne schützt, aufgenommen im Ruaha Nationalpark in Tanzania.
Geparden Erindi
Ein Geparden-Weibchen mit ihren zwei Jungen.
Tanzania Selous Elefant hinter Blättern
Unser Begrüssungskomittee im Selous Game Reserve – ein Elefant.

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