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Das Valle de la Luna in der Atacama Wüste – Ein Ausflug auf den Mond

Steffi blickt über das Valle de la Luna bei Sonnenschein.

Die Atacama Wüste in Chile ist bekannt für ihre spezielle Ausprägung der Natur. Hier finden sich nicht nur die dunkelsten Nächte der Welt, sondern auch teilweise surreale Landschaften, wie das Valle de la Luna, welches gerne mit einer Mondlandschaft verglichen wird.

Die NASA ist auch immer mal in der Atacama Wüste anzutreffen. Zuletzt testeten die Amerikaner hier den Mars Rower, weil die Atacama Wüste der Ort auf der Welt ist, welcher dem Mars am nächsten kommt. Wer auf ganz besondere Reiseerlebnisse steht, sollte daher unbedingt einen Stopp in der Atacama Wüste einlegen. Oder besser eine Woche, denn es gibt viel zu sehen und nur schon das Valle de la Luna braucht einen Tag für die Erkundung.

Blick über das Valle de la Luna nach dem Sonnenuntergang.

Ein Highlight jagt das andere

Wir sind mit dem Auto in das Valle de la Luna gefahren. Es gibt zwar auch die Möglichkeit mit dem Fahrrad das Valle zu erkunden oder mit einer Tour. Mit dem Fahrrad verliert man aber viel Zeit für die Wegstrecken. Mit einer Tour hat man keine Zeit das Valle de la Luna auf sich wirken zu lassen. Deshalb die Lösung des eigenen Wagens. Der Eintritt ist mit CHF 4.50 pro Person sehr moderat. Dafür fährt man auf sehr holprigen Strassen. Das Tempolimit beträgt 40 km/h. Meist kann aber nicht mehr als 20 km/h gefahren werden.

Da es nur eine Strasse gibt, findet man die Sehenswürdigkeiten relativ einfach. Rund sieben sind es an der Zahl, bei jeder hat es einen Parkplatz in der Nähe.

Salz Höhle (Caverna de Sal)

Der Salt Cavern ist ein kleiner Canyon der sich tief in die alten Felsen hineinzieht. Was die Natur hier geschaffen hat ist eindrücklich. Schroffe Felsen formen Gebilde, die nicht von dieser Welt scheinen. Licht und Schatten liefert ein traumhaftes Spiel, bei welchem das Fotografen-Herz höherschlägt. Der Salt Cavern ist für jedermann gut begehbar, da er nie enorm eng verläuft. Am Ende muss man umdrehen, da der Canyon in einer Sackgasse verläuft.

Illuminierter Ausgang aus dem Canyon im Valle de la Luna in Chile.

Duna Higher

Zweiter Stopp und gleichzeitig grösstes Highlight des Valle de la Luna ist die Duna Higher. Es handelt sich dabei um eine riesige Sand-Düne, welche mittlerweile zwar nicht mehr begehbar ist, jedoch trotzdem ein fantastisches Bild abgibt. Die Düne hat sich in der Mitte zuletzt leicht abgesenkt und es wird nun befürchtet, dass sie kaputt gehen würde, wenn permanent Menschen darüber gehen. Bei der Düne findet sich ein wunderschöner Rundweg, bei welchem man ganz oben auf dem Bergkamm läuft und eine unheimlich schöne Aussicht auf das ganze Tal hat. Viele Felsen sind hier mit einer Art weissen Puderschicht überzogen – alles Salz. Bei der Duna Higher ist dann auch der perfekte Ort um den Sonnenuntergang zu geniessen. Fotografen gehen am besten auf den höchsten Punkt. Da es am Abend oft stark windet, muss man die Kamera vor dem Staub schützen. Auf dem höchsten Punkt geht dies ganz gut. Zudem hat man dort einen Bergkamm, welcher sich wunderbar zur Bildkomposition einsetzen lässt.

Wer ein schönes Foto will, sollte möglichst früh hochgehen, da sehr viele Touren ebenfalls zum Sonnenuntergang einen Halt bei der Duna Higher einlegen. Wir waren zwei Mal oben. Einmal um die Mittagszeit und einmal zum Sonnenuntergang. Um die Mittagszeit waren wir ganz alleine, am Abend sah das etwas anders aus.

Die letzten Sonnenstrahlen des Tages bei der grossen Düne im Valle de la Luna in Chile.

Lookouts und Fotospots im Valle de la Luna

Weiter auf dem Weg finden sich der Lookouts Achaches, welcher eine Panoramsicht auf das Tal bietet sowie der View of Licancabur und der View point over „Tres Marias“ – beide sind nicht mehr so spektakulär, wenn zuvor der Salt Cavern und die Duna Higher besucht wurden. Vom Lookout Achaches aus sieht man zudem das so genannte Amphitheater. Ein grosser Felsen, der an die Form eines Sattels erinnert. Diesen sieht man jedoch auch von der Duna Higher aus.

Salz Minen aus vergangenen Zeiten

Früher wurde im Valle de la Luna Salz abgebaut. Heute können diese Mienen besucht werden. Zwei Stück gibt es, die Salt Mine Victoria und die Salt Mine Crisanta. Wer auf Salzkristalle steht, sollte unbedingt vorbeischauen.

Generell lohnt sich ein Ausflug ins Valle de la Luna. Wir waren rund sieben Stunden unterwegs. Wer das Valle richtig erleben will, sollte auf eigene Faust hinfahren. Entweder mit dem Auto oder mit dem Fahrrad. So bleibt genügend Zeit, um die Landschaft so richtig auf sich wirken zu lassen und Fotos zu schiessen. Wir waren über rund fünf Stunden hinweg alleine im Valle. Erst gegen 17.00 Uhr kamen viele Touren an und es hatte dementsprechend viele Menschen. Das Valle de la Luna verliert dann ein wenig von seiner Magie. Auf jeden Fall sollte beim Besuch der Sonnenuntergang auf der Duna Higher genossen werden. Um 19.40 Uhr müssen dann alle Besucher das Valle verlassen. Schade für Fotografen, denn die Blaue Stunde mutet im Zusammenspiel mit den gelb-orangen Felsen besonders zauberhaft an.

Wer einen Eindruck des Valle de la Luna gewinnen will, der kann sich unseren Vlog dazu anschauen.

Fotos von dieser speziellen Gegend finden sich in unserer Foto-Galerie.

 

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