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27. August 2019

Eine abenteuerliche Reise durch Costa Rica

Steffi steht an einem Strand in Tamrindo, Costa Rica.

Costa Rica ist umwerfend, das pure Leben, voller wunderbarer Natur und bezaubernden Menschen. Wenn wir mit Freunden auf Costa Rica zu sprechen kommen, hören wir immer wieder solche oder sehr ähnliche Aussagen. Wer schon mal nach Costa Rica gereist ist, schwärmt in den höchsten Tönen von diesem kleinen Land in Zentralamerika. So kommt es uns zumindest vor. Grund genug, uns aufzumachen in dieses spezielle Land.

Unberührte Dschungel, in den Bäumen sitzende Affen und Strände wie aus dem Bilderbuch, so stellen wir uns Costa Rica vor. Ein Traum für Fotografen und Entdecker gleichermassen. Also haben wir uns im August 2019 in den Flieger gesetzt und sind von Zürich aufgebrochen in Richtung San José, der Hauptstadt von Costa Rica.

Reisestart mit kulinarischen Highlights in San José

Die Costa-Ricaner sind Lebemenschen, dies merkt man sehr schnell, wenn man in dem Land ankommt. Die Uhren scheinen langsamer zu ticken und die Menschen legen Wert auf Genuss. Ein bewusstes Leben scheint den Ticos wichtig zu sein. Sie schätzen ein gutes Essen genauso wie ein gutes Bier. So kommt es, dass wir nach unserer Landung in San José dem Ratschlag von Locals Folge leisten und in die Stadt pilgern. Um erst mal anzukommen und lokale Spezialitäten zu probieren. 

Dazu treffen wir uns mit Amaral von der Reiseunternehmung Carpe Chepe. Die Jungs und Mädels von Carpe Chepe stammen alle aus der Hauptstadt von Costa Rica und haben so gut wie ihr ganzes Leben in San José verbracht. Daher kennen sie die besonderen Ecken der Stadt.  Es zieht uns ins Barrio Escalante, einem der neuen Szenevierteln der Stadt. Hier gibt es viele vorzügliche Restaurants und schmucke Kaffees. Wir pilgern zuerst ins Al Mercat. Ein vorzügliches Restaurant, welches die Menükarte auf traditionelle Gerichte ausgerichtet hat. Die hauptsächlich vegetarischen Speisen werden mit frischen, selbst produzierten Zutaten kreiert. Das schmeckt man. Würde vegetarisches Essen bei uns in Europa derart gut schmecken, würden sich wohl viel mehr Leute vom Fleisch abwenden.

Als nächstes zieht es uns in den El Jardin de Lolita. Im und rund um dieses alte Haus ist ein ganz besonderer Ort entstanden. Ein kleines Restaurant reiht sich hier an das andere. Der Gastro-Freund findet allerlei Speisen. Von japanisch über traditionell costa-ricanisch bis hin zu Burgern. Wir entscheiden uns für letztere uns gönnen uns kleine Häppchen von A dos Manos. Man sagt, hier gäbe es die besten Burger der Stadt. Natürlich probieren wir auch ein lokales Bier. Denn dies hat hier Tradition. Generell erfreut sich die Bierkultur grosser Beliebtheit und so mancher Tico kreiert sein eigenes dunkles Blondes. Es gibt bereits um die 270 Sorten Kraftbier. Unser Liebstes ist das helle Staud mit Kaffee.

Ab in den Nebelwald nach Monteverde

Monteverde ist eine ganz spezielle Region. Über holprige Strassen geht es hoch in diese Berggegend, welche zu wesentlichen Teilen vom Tourismus abhängig ist. In Zukunft sollen hier alle Strassen befestigt und asphaltiert werden. Dies stösst bei den Einheimischen auf geteilte Meinung. Zum einen könnte dies mehr Touristen bringen, was wirtschaftlich gesehen fantastisch ist. Zum anderen haben die Menschen Angst, dass die Natur zerstört werden könnte – und dies ist bekanntlich das höchste Gut der Costa-Ricaner.
Uns zieht es vor allem wegen dem Nebelwald in die Region Monteverde. Nicht zu vergessen natürlich, auch wegen des Kaffeeanbaus. Für die Tage in den Bergen wählen wir das Hotel Heliconia. Eine wunderbare Unterkunft, mit guter Lage und fantastischem Frühstück.

Die gelungen Kombination aus Naturschutz und Action

Die meiste Zeit sind wir aber sowieso unterwegs. Zuerst im Selvatura-Park, einem Privatpark, der sich für die Arterhaltung stark macht. 50% der Gesamtfläche wird benutzt, um Naturschutz zu betreiben. Sprich, diese Fläche wird nie bebaut. Sie dient rein dazu, die Natur zu erhalten. Im Selvatura-Park gibt es einiges zu entdecken. Allen voran den Nebelwald. Auf Pfaden und Rundwegen kann man diese wunderbare Flora erkunden. Es gibt insgesamt acht Hängebrücken, welche auf verschiedenen Höhen installiert wurden. Dies soll den im Dschungel vorherrschenden Kampf um Licht symbolisieren. Die Pflanzen ragen in die Höhe wegen der Sonnenstrahlen. Über die verschiedenen Ebenen der Hängebrücke kann der Wald vielseitig erlebt und erkundet werden.

Hängebrücken in Monteverde.

Wer Kolibris mag, wird Selvatura lieben. Hier tummeln sich zig der bunten Vögel. Ein Paradies für Fotografen. Zudem findet sich ein Schmetterlingshaus auf dem Grundstück und wer mag, kann durch die Reptilienausstellung pilgern.

Selvatura ist aber vor allem für das Canopy bekannt. Mittels Zip Lines düst man durch den Dschungel. Ein Spass für die ganze Familie. Die Aktivität findet bei jedem Wetter, ausser bei Gewittern statt. Die längste Zip Line ist beinahe einen Kilometer lang. Insgesamt gibt es zwölf Lines. Eine davon nennt sich Tarzan Swing und kommt in Form eines Free-Falls daher. Diese Line ist optional. Für uns war der Tag im Selvatura-Park grossartig und wir können dies wärmstes empfehlen.

Canopy Tour durch den Regenwald.

Unterwegs in der Nacht

Unsere anderen Highlights in Monteverde sind die Nachttour sowie der Besuch auf der Kaffee-Farm. Bei der Nachttour geht es, wie es der Name schon sagt, in der Dunkelheit in den Dschungel. Dabei hat man die Gelegenheit Tiere zu sehen, welche sich während des Tages nicht zeigen. Auch wurden schon Jaguare gesichtet. Auf unserer Tour wartet kein Jaguar, oder wie er von Einheimischen genannt wird, Tigre. Dafür sehen wir durchsichtige Schmetterlinge und sogar eine Tarantel zeigt sich. Einmal glauben wir, ein Faultier zu sehen. Ob dem wirklich so ist, wissen wir bis heute nicht.

Auf der Nachwanderung sind wir auf diese Vogelspinne gestossen.

Kaffeegenuss, aber bitte organisch

Zum Abschluss in Monteverde geht es auf eine Kaffeefarm, wo der Café de Monteverde produziert wird. Dem Besucher werden unheimlich spannende Einblicke in die Kaffeeproduktion geboten. Die Tour ist sehr relaxed. Man hat genug Zeit Fragen zu stellen und die Guides teilen einen grosse Wissensschatz mit den Besuchern. 

Auch diese Farm setzt auf Nachhaltigkeit. Früher wurde Zuckerrohr angebaut. Heute nur noch Kaffee – und dies nur auf einem Teil der Fläche der Finca Life Monteverde. Ein Grossteil des Landes wird unberührt gelassen, um die Natur zu schützen. Das schätzen viele Tiere und so finden sich hier fast alle grossen Katzen des Landes. Pumas sind ein Zeichen, dass das Land in Takt ist – und hier gibt es Pumas. Aktuell kämpfen die Farmbesitzer, denn der Klimawandel ist deutlich spürbar – auch wenn ein gewisser Mr. President dies nach wie vor nicht wahr haben will. 2019 ist das zweite Jahr, in welchem auf der Finca Life Monteverde der Kaffee gewässert werden musste. Das zweite Jahr in der 32-jährigen Geschichte.
Dies und noch viel mehr lernt der Besucher. Zum Abschluss gibt es ein Coffee-Tasting, bei welchem man seinen Lieblings-Kaffee entdecken kann. 

Zu Besuch auf einer Kaffeefarm.

Guanacaste – Vulkane und Premieren

Guanacaste ist eine ganz besondere Region. Wirtschaftlich gesehen ist Guanacaste eine landwirtschaftliche Region. Was den Tourismus anbelangt aber, ist Guanacaste so richtig im Aufschwung. Die bekannteste Ortschaft ist Tamarindo, von den Einheimischen auch Tamagringo genannt. Guanacaste befindet sich im nordöstlichen Teil von Costa Rica, dem so genannten Seepferdchenkopf. Eines der ganz grossen Highlights ist der Nationalpark Rincón de la Vieja. In diesem Park finden sich vulkanische Aktivitäten. Zudem ist die Gegend perfekt um Tiere zu sehen. Darunter Affen und Leguane. Ebenso finden sich immer wieder mal Schlangen. Für uns ist der Park perfekt um Tierfotos zu schiessen. Wir könnten während Tagen durch den Rincón de la Vieja schlendern. 

Der aktive Vulkan Rincón de la Vieja.

Für die Nacht quartieren wir uns im Hotel Hacienda Guachipelin ein. Hierbei handelt es sich um eine Art Resort, welches unheimlich viele Möglichkeiten bietet, die weit über Schlafen und Essen hinaus gehen.

Erste Male – Langweilig wird es nie

Wir waren beispielsweise das erste Mal in unserem Leben Reiten. Noch nie sassen wir auf dem Rücken eines Pferdes. Eigentlich sehr schade, denn es war ein unheimlich schönes Erlebnis. 

Zum ersten Mal auf einem Pferderücken.

Wer sich lieber einfach nur entspannt, der geht auf direktem Weg in Richtung Hot Springs, den heissen Quellen. Hier gibt es verschiedene Bäder, welche durchnummeriert sind und beginnend mit der Nummer Eins, nacheinander durchlaufen werden. Das perfekte Mittel, um müde Knochen wieder munter zu machen.

Wer lieber ein wenig mehr Adrenalin verspürt, für den gibt es allerlei Aktivitäten wie Canyoning, Canopy oder Tubbing. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Aktivitäten gibt es in unserem Blog„Spass und Action in Costa Rica.“

Surfen lernen in Tamarindo

Tamarindo ist vor allem bei amerikanischen Touristen sehr beliebt, weshalb es von den Einheimischen auch gerne Tamagringo genannt wird. Die Ortschaft am Pazifik ist ein Eldorado für Surfer. Hier treffen sich aber nicht nur gestandene Pros, sondern auch jene, die noch nie zuvor auf einem Surfbrett gestanden sind. Blutige Anfänger wie Steffi, die hier ihre erste Surfstunde nehmen und so ins Wellenreiten eingeführt werden. Deshalb geht es für uns zu Iguana Surf. Der kleine Laden ist direkt am Strand gelegen und somit die perfekte Ausgangsstation für die erste Surfstunde. Die Leute hier sind sehr professionell und wissen genau, was ein Anfänger für den schnellen Einstieg braucht. Dank der super Betreuung kann Steffi bereits nach zwei Stunden kleine Wellen reiten und hat so richtig Spass gefunden am Surfen.

Steffis erste Surfstunde.

Tamarindo lädt zudem auch zu ausgedehnten Spaziergängen am Strand ein. Die Sonnenuntergänge sind atemberaubend. Für uns natürlich das perfekte Fotosujet. Wer Strände mag, der wird Tamarindo lieben. Aber eines muss man sich bewusst sein, hier tummeln sich die Touristen. Das Gute daran ist, dass Tamarindo eine super Versorgung hat – egal ob Lebensmittel oder ärztliche Betreuung. Es finden sich zudem auch viele coole Hotels. Wir steigen im Hotel Pasatiempoab. Ein schmuckes kleines Hotel mit netter Poollandschaft, einer schmucken Bar und hübschen kleinen Häuschen für die Gäste. Die Lage ist etwas abseits, was dafür sorgt, dass man vom Partylärm der Hauptstrasse verschont bleibt. Gleichzeitig ist man aber innert weniger Minuten zu Fuss im Zentrum und kann beispielsweise zum ElMercadito de Tamarindoschlendern. Hier bietet sich für jeden Geschmack ein passendes kulinarisches Angebot, ganz egal ob Burger, Sushi oder Vegan. Besonders das vegane Phat Thai schmeckt vorzüglich.

Auf dem Boot zu wilden Tieren

Nach der Surfaction vom Vortag machen wir uns wiederum auf aufs Wasser. Dieses Mal aber nicht mit einem Surfbrett, sondern mit einem Boot. Es zieht uns in den Palo Verde Nationalpark. Hier kann man die Gegend auf Booten erkunden. Während der Fahrt kommen wir Tieren wie Krokodilen, Affen und vielen verschiedenen Vögeln sehr nahe. Wir haben Glück und sind die einzigen auf dem Boot. So können wir uns viel Zeit für die Fotografie lassen. Für uns natürlich ein riesiges Highlight. Aber auch für Nicht-Fotografen ist der Palo Verde Nationalpark traumhaft. Nur schon alleine die Tatsache, dass man hier mit dem Boot unterwegs ist, macht den Ausflug schon sehr speziell.

Mit dem Boot auf der Suche nach Tieren.

Nach der Bootstour fahren wir noch ein wenig den Strassen des Nationalparks entlang und kommen dabei in den Genuss vieler weiterer Tierbeobachtungen. So können wir beispielsweise über mehrere Minuten hinweg Brüllaffen mit ihren Jungtieren fotografieren. Ein fantastisches Erlebnis.

Wilde Schildkröten bei der Eiablage beobachten

Einer der grössten Wünsche von Steffi ist es, Schildkröten schlüpfen zu sehen. Aus diesem Grund zieht es uns in die Region rund um Carrillo und Sámara. Die langen Strände werden von August bis Oktober von tausenden Meeresschildkröten aufgesucht, die hier ihre Nester bauen und Eier ablegen. Die Strände sind geschützt und werden jede Nacht von Guards überwacht. Leider werden die Schildkröten auch heute noch an manchen Orten dieser Welt gejagt und viele sind dem Aussterben nahe. Deshalb ist es enorm wichtig, sie zu schützen. In Costa Rica kann man deshalb Zeuge davon werden, wie es aussieht, wenn eine Schildkröte ein Nest baut und darin ihre Eier ablegt. Es gibt geführte Touren, bei welchen man nachts zum Strand darf, um dem Schauspiel beizuwohnen. Dabei werden rote Taschenlampen benutzt. Das weisse Licht würde die Tiere stören. Rotes Licht hingegen, macht den Tieren nichts.

Schildkröte beim Nesten.

Die Nacht verbringen wir im Nammbu Hotel. Eine wunderbare Hotelanlage, gelegen an der Küste mit direktem Blick auf den Strand. Wer mag, badet hier im Pool oder läuft kurz runter zum Strand. Dabei muss man aber auf die Krokodile aufpassen, welche hier frei leben. Der Strand selber ist für uns ein weiteres perfektes Fotomotiv. Besonders bei Sonnenuntergang ist die Szenerie unglaublich schön. Und wenn wir gerade bei unglaublich schön sind: So sind auch die Zimmer. Sehr geräumig, wunderschön eingerichtet, einfach ein Traum. Hier lässt es sich definitiv aushalten. Denn das Essen des Hotelrestaurants ist vorzüglich und wir kommen in den Genuss wunderbarer Fruchtsäfte.

Sonnenuntergang am Carrillo Beach.

Mittels Stand-Up Paddle zur einsamen Insel

Carrillo und Sámara sind viel weniger touristisch als es beispielsweise Tamarindo ist. Die beschaulichen Strandörtchen vermögen mit der wunderbaren Natur zu begeistern. Hier wird zwar auch gesurft, viel mehr aber noch, lieben Menschen die etwas ruhigeren Sportarten, wie das Stand Up Paddling. Es gibt verschiedene Touren. Wahlweise auf einem ruhigen Fluss oder dann eine dreistündige Tour zu einer Insel. Wir entscheiden uns für letztere und brechen um 7.30 Uhr in der Früh auf zur Sámara Adventure Company. Hier wird man mit dem notwendigen Equipment ausgestattet und dann geht es los. Auf dem Wasser in Richtung einer unberührten Insel. Hier dominieren die Krabben und Krebse. Ein wunderbarer Ort, der auf eine kleine Schnorchel-Tour oder auch einfach nur zum Entspannen einlädt. Die Tour ist für Anfänger wie Fortgeschrittene gleichermassen geeignet. Wobei Fortgeschrittene aber definitiv Vorteile haben, da es teilweise doch recht wellig sein kann. 

Ein Geheimtipp im Dschungel von Costa Rica

Da wir unbedingt die zwei Wasserfälle Rio Celeste und La Fortuna sehen wollen, zieht es uns zuerst in die Region rund um Tenorio. Im dortigen Nationalpark finden sich der Wasserfall sowie der gleichnamige Fluss mit der ganz besonderen blauen Farbe. Während rund zwei Stunden schlendern wir im Nationalpark rum und schiessen so einige Fotos. Wir begegnen vielen Menschen, da der Wasserfall ein wahrer Besucher-Magnet ist.

Die Nacht verbringen wir in der Finca Verde Lodge, einem echten Geheimtipp. Wer in dieser Eco-Lodge übernachtet, schläft mitten im Dschungel. Für uns perfekt, denn wir können auf dem Gelände ausgiebige Spaziergänge unternehmen und dabei unheimlich schöne Tierbeobachtungen machen. Ein Faultier fotografieren wir über rund zwei Stunden hinweg. Ebenso sehen wir einen Rotaugenlaubfrosch. Dies sind ganz spezielle Momente für uns.

Ein aufgewecktes Faultier.

Ein Geheimtipp für Fotografen

Es zieht uns weiter nach La Fortuna, um hier einen der grössten Wasserfälle des Landes zu sehen. Der Wasserfall, der wie die Ortschaft auch La Fortuna heisst, ist rund 70 Meter hoch. Schon von weitem kann man ihn im Dschungel sehen. Ein eindrückliches Naturschauspiel. Wir haben in der Unterkunft El Castillo Paradiseübernachtet. Ein wunderschöner Bungalow mit Balkon und einer gigantischen Aussicht auf den Arenal Vulkan. In Gehdistanz liegt der Arenal Lake, der sich sowohl als Fotospot eignet als auch als Badeplatz.

Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir die Grüne Viper leider noch nicht zu Gesicht bekommen und das, obschon es sich Stefan so sehr gewünscht hat. Und nun kommen wir zum absoluten Geheimtipp, von dem wir nur durch Zufall erfahren haben – der Arenal Eco Zoo. Er liegt etwas oberhalb von El Castillo. Victor und sein Sohn Victor sind Schlangenexperten. Sie bieten sogenannten Fotografie-Touren an. Stefans Augen glänzen bei diesen Worten natürlich direkt. Das Spezielle an dieser Tour ist die Tatsache, dass die Schlangen aus ihren Terrarien geholt werden, sodass sie ohne Glas vor der Linse fotografiert werden können. Sehr beeindruckend ist, wie natürlich Victor mit diesen Schlangen umgeht und wie sehr er uns seine Faszination spüren lässt.

Gelbe Pit-Viper auf einem Ast.

Das hört sich an wie Zirkus, ist es aber nicht. Sie legen sehr viel Wert auf die artgerechte Haltung, achten auf das Verhalten der Tiere und nehmen darauf Rücksicht. Zeigt eine Schlange, dass sie absolut nicht in Laune ist, dann wird sie in Ruhe gelassen. Mit der Haltung, beziehungsweise Züchtung dieser Schlagen tragen sie zu deren Fortbestand bei.

Das vulkanische Duo

Was wir uns natürlich nicht nehmen lassen wollen, sind die zwei Vulkane Arenal und Poás. Ersterer ist der wohl bekannteste von Costa Rica. Seine Form ist vor allem für Fotografen wunderbar. Bei gutem Wetter gibt der Vulkan ein wunderbares Fotomotiv ab. Leider kann man aber nicht zum aktiven Vulkan hoch. Anders sieht dies bei Poás aus. Poás ist sehr touristisch und für den Besuch wird ein zuvor gekauftes Onlineticket verlangt. Leider kann man sich nur während rund 20 Minuten beim Krater aufhalten. Wir hatten leider das Pech, dass es bei uns stark geregnet hat und total wolkenverhangen war. Wir haben also nicht sehr viel vom Krater gesehen.

Der berühmte Arenal Vulkan.

Wer einmal hier war, der will eigentlich nicht mehr weg. Dies sagte einst ein Freund zu uns, als er von Costa Rica berichtete. Nachdem wir selber in diesem wunderbaren Land waren, können wir dem nur zustimmen. Das viel beschworene PURA VIDA wird in Costa Rica so richtig gelebt. Die Uhren scheinen wirklich langsamer zu ticken. Alles ist eine Ecke entspannter als bei uns in Europa. Costa Rica bietet für jeden Reisegeschmack etwas – egal ob Action-Liebhaber oder Natur-Freund. Ganz besonders auf ihre Kosten kommen Fotografen. Mit ein Grund, warum wir gar nicht mehr weg wollten. 

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