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Der peruanische Zoll- Achtung beim Warenimport

Blick auf die Anden beim Anflug auf Peru.

Der peruanische Zoll, ein Thema für sich. Wer sich auf den Weg nach Peru begibt, der sollte sich genau überlegen, was er in seine Tasche packt. Besonders bei elektronischen Geräten kann schnell ein staatliches Limit überschritten werden.

Bereits kurz nach dem Start wurde uns auf dem Flug von Madrid nach Lima die Zoll-Deklaration für Peru in die Hände gedrückt. Der Zettel ist logisch aufgebaut, eine grüne und eine rote Seite, gegliedert in Rubriken und mit Mengenangaben versehen. Bei der Verständlichkeit gibt es also keine Probleme. Aber womöglich bei der Einfuhr. Denn Gedanken bezüglich der Einfuhr unserer Waren haben wir uns keine gemacht. Sind ja persönliche Gegenstände. Logisch, zumindest für uns.

Mit Limitierungen wird nicht gegeizt

Limitierungen soweit das Auge reicht, respektive, soweit der Zettel Platz bietet. Die Peruaner lieben anscheinend Recht und Ordnung, zumindest auf ihren Zollpapieren. So ist beispielsweise ein elektrischer Rasierer erlaubt. Ein zweiter nicht. Zwei Kameras gehen klar. Bezüglich Objektiven wird keine Angabe gemacht. Die Anzahl von vier USB Sticks darf nicht überschritten werden. Ebenso wenig zwei externe Festplatten. Steffi hat deren zwei auf der Weltreise dabei. Ich aber deren vier. Für die Menge, welche über der Freigrenze liegt, muss Zoll bezahlt werden. 12% des Warenwertes, um genau zu sein.

Fast hätte ich noch etwas vom absurdesten vergessen. Taschenrechner dürfen auch nur je ein Stück pro Person mit ins Land gebracht werden.

Der Zollzettel von der peruanischen Zollbehörde.

Absurde Freigrenzen für Genussmittel

Was hingegen völlig okay ist, sind 20 Packungen Zigaretten, 50 Packungen Zigarren und drei Liter Likör. Die Peruaner mögen es anscheinend feudal. Hätte ich doch nur mal besser Genussmittel eingepackt anstatt mein elektronisches Equipment. Dummerweise stehe ich weder auf Likör noch auf Zigarren. Auch mit Zigaretten habe ich nichts am Hut.

Aus der Auflistung für Sportsachen wurde ich auch nicht schlau. Ein Set Sportsachen ist okay. Sportsachen was? Hier holt sich der Staat allenfalls einen gewissen Interpretations-Spielraum heraus.

Die Einreise nach Peru ist also unter Umständen nicht ganz ohne. Wer nicht schon sein gesamtes Reisebudget bei der Einreise in Peru für die Bezahlung von Zollabgaben loswerden möchte, der sollte sich im Vorfeld gut überlegen was mitkommt. Denn es ist schade, wenn man für Dinge, die man gekauft hat, einem Staat, der damit nichts zu tun hat, Geld abliefern muss. Wer versucht zu schmuggeln, wird mit 50% des Warenwertes als Busse bestraft.

Bei uns verlief die Einreise aber total locker und ohne jegliche Probleme. Wir wurden herzlich empfangen und kurz auf unsere Taschen angesprochen. Anschliessend meinte der gute Herr vom Zoll wir sollen einfach durchgehen. Wahrscheinlich wird hier auch einfach im Vorfeld viel Wind um nichts gemacht. Die Peruaner sind generell enorm gastfreundlich und das merkt man auch schon bei der Einreise.

Bei gewissen Dinge jedoch, so wie bei einer Drohne beispielsweise, wird ein Prozedere in Gang gesetzt, welches vom Aufwand her schon fast dem Staatsbesuch grosser Politiker gleicht. Dazu aber mehr in unserem Blog zum Thema Drohnen in Peru und Chile.

2 Kommentare

  1. Marcel Ochmann sagt:

    Hey ihr beiden,
    ich bereite gerade ein Packet mit kinder Wetsuits vor, das zu Freunden nach Huanchaco in Peru geschickt werden soll.
    Nur wird bei der Zollinhaltserklärung (DHL) wirklich 100% des Warenwertes auch als Zollgebühren berechnet.
    Also für 10 Wetsuits im Wert von jeweils 80€ werden 800€ Zollgebühren berechnet…. kann das sein?
    Habt ihr eventuell tips zu anderen Speditionen oder Möglichkeiten die 12 Wetsuits möglichst finanziell erschwinglich nach Peru zu bekommen?
    Besten Dank
    Marcel

    • Steffi sagt:

      Hallo Marcel

      Das ist ja unglaublich, 100% Zollgebühren. Das kann eigentlich gar nicht stimmen. Wir mussten bis dato noch nichts nach Peru senden lassen, haben jedoch mit DHL total schlechte Erfahrungen gemacht beim Versand nach Namibia.
      Am kostengünstigsten wäre es natürlich, wenn du die Anzüge jemandem mitgeben könntest. Hast du bereits andere Kuriere, wie beispielsweise UPS oder Fedex geprüft?

      Liebe Grüsse
      Steffi & Stefan

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