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Übernachtung im Iglu – Das perfekte Geschenk

Steffi geniesst die Sonne und die Aussicht auf dem Hochoetz.

Fällt es dir manchmal auch schwer ein passendes Geschenk zu finden? Ich kann das gut nachvollziehen, denn meiner Kreativität sind manchmal Grenzen gesetzt. Stefan scheint dieses Problem nicht zu haben. Immer wieder überrascht er mich mit kreativen Geschenken. Eines dieser Geschenke war eine Iglu-Übernachtung im Schneedorf im Ötztal.

Vielleicht suchst auch du gerade nach einem Geschenk und vielleicht bist auch du ein Winterfreund. Dann bietet dieser Blog einen ganz besonderen Tipp für dich: Eine Übernachtung im Iglu.

Wenn man zu Hause im Wohnzimmer über eine Übernachtung im Schnee nachdenkt, dann klingt das erstmals sehr romantisch. Je näher der Tag aber rückt, desto öfters werden die Wetter App und die Webcam gecheckt, denn plötzlich wird einem bewusst, dass das doch eigentlich ganz schön kalt sein muss.

Blick vom Hochoetz ins Oetztal bei strahlendem Sonnenschein.

Auch für Frostbeulen geeignet

Die Angst bezüglich der Kälte kann ich dir nehmen. Mit guter Kleidung und einem richtig mollig warmen Schlafsack sagst du der Kälte den Kampf an und kannst dieses Erlebnis in vollen Zügen geniessen. Meine Packliste werde ich dir unten anhängen, damit du sorglos losziehen kannst in den Schnee.

Das liebevoll hergerichtete Iglu.

Orte, die Iglu-Übernachtungen anbieten

Inzwischen gibt es einige Schneedörfer in der Schweiz und auch in Österreich. Die Preise für eine Nacht im Zweier-Romantik-Iglu reichen von 300 bis 600 Franken.

Ich durfte meine erste Iglu-Übernachtung im Schneedorf im Ötztal geniessen. Die Iglu-Übernachtung beinhaltete eine Übernachtung im Zweieriglu inklusive Schlafsack, ein Willkommens-Glühwein, eine Vorspeiseplatte inklusive Champagner im Iglu, ein leckeres Käsefondue, Rutschblattl’n, eine Fackelwanderung sowie das Frühstück am Morgen danach. Dieses Packet kostet 178 Euro pro Person.

Ein abwechslungsreiches Programm für jedermann

Das Abendessen, Käsefondue in unserem Fall, findet im grossen Hauptiglu statt, gemeinsam mit allen anderen Teilnehmern. Eine perfekte Gelegenheit, um in ungezwungener Atmosphäre neue Leute kennenzulernen.

Nach gut einer Stunde essen und plaudern, wurde mir etwas kühl. Bevor die Kälte sich jedoch vollständig in meinem Körper ausbreiten konnte, ging es auch direkt weiter mit dem Programm. Rutschblattl’n war angesagt. Beim Rutschblattl’n läuft man erst die Piste hoch, setzt sich dann auf eine Art Rutschteller und saust die Piste hinunter. Wie lange habe ich das schon nicht mehr gemacht! Spass macht es immer noch unglaublich.

Weiter ging das Programm mit einer Fackelwanderung. Sie war nicht sehr anspruchsvoll und daher für jeden gut zu schaffen. Für mich ein unglaublich schöner Moment. Die Nacht erhellt durch Fackeln. Der Schnee knirschte unter den Schuhen und bei jedem Ausatmen stieg eine Dampfwolke auf. Dave, unser Guide, hat uns hervorragend umsorgt und sogar Tee auf die kurze Wanderung mitgenommen. Zurück im Igludorf wartete ein Lagerfeuer auf uns.

Individuell den Abend ausklingen lassen

Nach der Fackelwanderung konnte jeder den Abend individuell ausklingen lassen.

Die Bar war geöffnet, sodass man sich jederzeit etwas zu trinken besorgen konnte. Das Lagerfeuer lud zum Verweilen ein. Auch die Sauna war aufgeheizt und wartete auf Besucher. Natürlich stand auch dem Einkuscheln im Schlafsack nichts im Wege. Wir haben die Zeit ausserdem genutzt, um noch etwas zu fotografieren. Die Bilder findest du hier.

Steffi tankt etwas Wärme am Lagerfeuer.

Eine warme Nacht im eiskalten Iglu

Eis und Schnee, da wird mir schon kalt, wenn ich daran denke. Tatsächlich wurde es im Schneedorf auch durchaus kalt. Es herrschten einige Grade Minus. In die isolierenden Schlafsäcke eingemummelt und mit einer Mütze auf dem Kopf, wird es im Iglu schnell warm und man friert während der gesamten Nacht keine Sekunde. Wir hatten zum Schlafen unsere Thermounterwäsche an. Mehr brauchten wir nicht. Es ist zudem wichtig dafür zu sorgen, dass man aufgewärmt in den Schlafsack steigt und nicht verschwitzt ist, denn dies könnte dazu führen, dass man friert. Auf keinen Fall aber, braucht man Angst zu haben. Mit dem richtigen Equipment wird deine Iglu-Übernachtung zu einem super Erlebnis.

Ein gelungener Event

Die Guides Anna und Dave waren super freundlich und haben uns ganz toll umsorgt. Es hat uns an absolut nichts gefehlt. Das Rahmenprogramm war so gestaltet, dass man immer mal wieder aufstehen durfte und einem so nicht kalt wurde.

Anna hat uns in die Benutzung der Schlafsäcke eingewiesen und uns einige Tipps für eine warme Nacht mitgegeben. Ein wirklich gelungener Event.

Die Buchung ist super einfach und kann via E-Mail erledigt werden. Ich hatte einen Gutschein, der eigentlich schon abgelaufen war. Dies war jedoch überhaupt kein Problem.

Bonus-Tipps für dich

  • Wenn du schnell an die Füsse frierst, dann rate ich dir, richtig gute Wanderschuhe mit dicken Wandersocken, bestenfalls aus Merino, einzupacken. Selbst wenn du gelegentlich kalte Zehen hast, wärmen sich diese bei etwas Bewegung wieder auf.
  • Ziehe dir ein Thermooberteil und eine Thermohose an. Die Wärme wird so richtig gut gespeichert.
  • Für die Nacht benötigst du unbedingt trockene Kleider. Entweder ein langes Pyjama oder ein Thermoset.
  • Die Getränke im Iglu kühlen natürlich schnell ab und selbst das Wasser in der Flasche ist eisig kalt. Wenn du in der Nacht oft durstig bist, dann nimm dir einen Thermobehälter mit Tee oder lauwarmem Wasser mit.

Meine Packliste für die Iglu-Übernachtung

Tagsüber getragen:

  • Thermounterwäsche
  • Softshell-Hose
  • Fleecejacke
  • Winterjacke
  • Wanderschuhe
  • Merino-Socken
  • Handschuhe
  • Mütze
  • Schal

Nachts zum Schlafen:

  • Thermounterwäsche
  • Schal
  • Mütze
  • Merino-Socken

So, nun bist du bestens vorbereitet für eine Nacht im Schnee. Falls du einen Eindruck des Schneedorfs im Ötztal bekommen möchtest, dann schau dir unseren Vlog an.

Der gemütliche Barbereich des Igludorfes.

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