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Trekking in Nepal – Vorbereitung, Packliste und hilfreiche Tipps

Steffi geniesst die tolle Aussicht auf dem Annapurna Trek.

Nepal ist ein sehr beliebtes Trekkingland. Wir können diese Faszination verstehen. Trekking in Nepal, insbesondere in der Himalaya-Region ist eine spezielle Erfahrung. Viele behaupten sogar, dass ein solche Trek das Leben verändert. Auch wir haben diese spezielle Magie gespürt und das, obwohl wir nur einige Tage auf dem Trek verbracht hatten. Was wir in diesen wenigen Tagen jedoch lernten war, dass die richtige Packliste für die Nepal-Tour Gold Wert ist.

Unser Annapurna Basecamp Trek startete am 4. Januar, Mitten im europäischen Winter. Nepal liegt auf der nördlichen Halbkugel, somit ist im Januar hier ebenfalls Winter. Einem Trek stand jedoch trotz tiefen Temperaturen nichts im Wege. Der richtigen Kleidung sei Dank.

Reisevorbereitung für Nepal – Die Wahl der Jahreszeit

Welche Jahreszeit du für dein Trekking in Nepal wählst, hat natürlich einen direkten Einfluss auf Themen wie Kleidung und Equipment.

Generell kann man sagen, dass die Hauptsaison für den Annapurna Basecamp Trek zwischen März und Mai sowie zwischen September und November ist. In dieser Zeit sind sehr viele Touristen auf dem Trek. Gleiches gilt übrigens für die Everest-Region. Es kann deshalb durchaus einmal vorkommen, dass man das Teehaus vorbuchen muss, um am Ende des Tages einen Platz zum Schlafen zu haben.

In der Nebensaison ist ein Trek zum Everest Bascemap so gut wie ausgeschlossen. Anders sieht es bezüglich dem Annapurna Basecamp. Gerade in den Wintermonaten von Dezember bis Mitte Januar ist üblicherweise ein Trek gut möglich, denn es liegt nur wenig Schnee. Die Temperaturen sind den Tag hindurch mild, in der Nacht jedoch sehr tief.

Nun musst du für dich entscheiden, ob du mit vielen anderen wandern willst oder dich lieber dick einpackst und die Strecke ohne viele Mitmenschen geniesst. Beides hat Vorteile. Beides hat Nachteile. Wenn dir aber kalte Temperaturen nichts ausmachen, dann würden wir den Winter empfehlen.

Sonnenaufgang auf dem Poon Hill mit der illuminierten Spitze des Annapurna South.

Die Wahl der besten Trekking Route für Nepal

Die Route zum Annapurna Basecamp ist technisch keine schwierige. Einzige die Höhe von über 4’000 Metern könnte eventuell ein Problem werden. Dies aber auch nur, wenn du dir zu wenig Zeit für die Akklimatisierung gibst. Wir können aus eigener Erfahrung sagen, dass bis zu dieser Höhe keine Probleme auftreten sollten, wenn man ganz gesund ist.

Wir haben unsere Tour mit einem Guide unternommen und würden es wieder so machen. In der Hauptsaison kann man diesen Trek auch alleine machen, denn dann sind viele Leute unterwegs, die man notfalls auch nach dem Weg fragen kann. Ebenso könnten andere Trekker bei einem medizinischen Notfall helfen.

Wir waren jedoch off-season unterwegs. Von Ende Dezember bis Mitte Februar sind nicht viele Leute auf dem Trek. In den Teehäusern wird meistens kein Englisch gesprochen, sprich die Verständigung ist eher schwierig. Wir waren deshalb sehr froh, dass unser Guide alles geregelt hat. Auch während unserem medizinischen Notfall hat er uns hervorragend unterstützt und das Nötige in die Wege geleitet. Wären wir in der Nebensaison ohne Guide unterwegs gewesen, hätten wir allenfalls ein echtes Problem gehabt.

Die beste Kleidung für dein Trekking in Nepal

Wir waren im Winter unterwegs und können deshalb vor allem Tipps bezüglich Kleidung im Winter geben. Die Temperaturen sinken im Winter in den höheren Lagen bis -15 Grad. Die Kleidung muss dementsprechend gewählt werden. Viele der Teehäuser liegen in einem Tal, so dass die Sonne im Winter früh untergeht und Kleider waschen und trocknen etwas schwierig ist. In den meisten Aufenthaltsräumen wird jedoch ein Feuer entfacht. Notfalls kann man die Wäsche auch dort trocknen. Wir würden jedoch für einen Trek im Winter so packen, dass wir nicht auf ein regelmässiges Wäschewaschen angewiesen sind.

Unerlässlich ist eine dicke Daunenjacke für die kalten Abende. Wir raten mindestens zwei Sets Thermounterwäsche einzupacken. Wenn tagsüber die Sonne scheint, ist es sehr warm, sprich man braucht zumindest die ersten paar Tage auf dem Trek keine Thermowäsche, dafür genügend T-Shirts. Dies ändert, wenn man in die höheren Lagen gelangt. Auch Handschuhe und eine Mütze sind auf keinen Fall verkehrt, insbesondere im Winter. Was man bezüglich Kleider sonst noch alles dabeihaben sollte, listen wir weiter unten in einer Übersicht auf.

Stefan dicke eingepackt in die Daunenjacke für unser Trekking in Nepal.

Das Equipment für dein Trekking in Nepal

Bezüglich Equipment war es bei uns ein Sonderfall. Wir hatten enorm viel Kameramaterial dabei. An dieser Stelle gilt es zu erwähnen, dass jedoch nur das allernötigste mitgenommen werden sollte. Der Tagesrucksack hat im besten Fall ein Maximalgewicht von 10 Kilogramm. Wenn du mit Guide und Porter unterwegs bist, kannst du einen Teil deines Rucksackinhalts abgeben. Trotzdem würden wir auf jeden Fall so leicht wie nur irgendwie möglich packen.

Insbesondere der erste Teil der Route besteht hauptsächlich aus Stufen und da ist jedes Gramm weniger Gold wert. Ist der Rucksack zu schwer, kann das bereits in den ersten Tagen die Motivation beeinträchtigen und zu Verspannungen im Rücken führen.

Wir raten dir einen Wasserfilter einzupacken, um das Wasser auch einmal filtern zu können und dadurch Magenproblemen vorzubeugen.

Auch ein Haartrockner ist in den Wintermonaten nicht verkehrt. Mit nassen Haaren bei gerade mal fünf Grad im Teehaus zu schlafen, ist definitiv kein Spass und kann zu Erkältungen führen. Auch Schuhe, die eventuell verschwitzt wurden und dadurch nass sind, können damit getrocknet werden. Wenn du dazu eine kleine Story möchtest, schaue dir unserem Vlog #57 an.

Die physische Vorbereitung

Sofern du regelmässig Sport treibst und trekken für dich kein Fremdwort ist, brauchst du keine spezielle Vorbereitung für das Trekking in Nepal. Einzig die Höhe oder das Essen könnten dir zum Verhängnis werden. Aber wie bereits erwähnt, hatten wir beide keine Probleme mit der Höhe.

Solltest du dir nicht ganz sicher sein, wie dein Körper reagiert, dann plane dir die eine oder andere Wanderung in deiner Wohnregion oder in einem nahegelegenen Gebirge ein, bevor du nach Nepal fliegst. Bezüglich essen hingegen, hatten wir sehr wohl Probleme. Stefan hat sich über das Essen etwas eingefangen. Dieses Risiko kann man aber nie gänzlich ausschliessen, wenn man in den Teehäusern isst.

Was gerne bei der Trekking-Vorbereitung vergessen geht

Im Winter ist es in den Bergen Nepals abends und früh am Morgen sehr kühl. Man sollte dann warmes Wasser trinken, um einer Erkältung vorzubeugen. Eine Thermoflasche ist also ein absolutes Muss. So hat man über den ganzen Tag hinweg warmes Wasser.

Viele Trekker erleiden auf dem Trek eine Lebensmittelvergiftung, da die Hygienestandards in den Teehäusern nicht mit jenen in Europa verglichen werden können. Wie oben bereits erwähnt, mussten wir dies am eigenen Leib erfahren. Wir raten hier Snacks einzupacken und sich auf jeden Fall vegetarisch zu ernähren. Leider ist dies jedoch kein Rezept gegen eine Lebensmittelvergiftung. Die wichtigsten Medikamente sollten deshalb mitgeführt werden. Wer mit einem Guide reist, der kann meist darauf zählen, dass dieser ebenfalls Medikamente mitführt.

Unsere Packliste für unser Winter-Trekking in Nepal:

2 Sets Thermounterwäsche, 2 oder 3 Paar Wandersocken, 1 dicke Daunenjacke, 1 Paar Trekkingschuhe (ev. Ersatzschuhe), Flip Flops oder sonstige bequeme Schuhe für abends im Teehaus (wir haben auch geglaubt, dass man das nicht braucht, aber wenn du aufs Klo musst, gibt es sonst nasse Füsse), Sonnencreme, Lippenbalsam mit Sonnenschutz, Sonnenbrille, Trekkinghosen (ev. etwas wärmere für den Winter), Handschuhe, Mütze, 1 dicker Schlafsack (-30 Grad falls Winter, falls du mit einer Trekkingagentur unterwegs bist, stellt diese den Schlafsack meistens zur Verfügung), 1 Wasserfilter, Medikamente (Erbrechen, Durchfall), First Aid Set, Tagesrucksack, Thermosflasche

So, nun kann das Abenteuer starten. Wir wünschen dir viel Spass bei deinem Trekking in Nepal. Falls du bereits etwas in Abenteuerlaune kommen möchtest, freuen wir uns, wenn du auf unserer Foto-Galerie vorbeischaust.

Wir haben auch einige Vlogs zu Nepal. Unseren Start auf dem Annapurna Basecamp Trek siehst du in Vlog 55.

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