Die besten Tipps für umwerfende Fotos in der Nacht

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Die besten Tipps für umwerfende Fotos in der Nacht

Der Mond sieht aus, als würde er von einer Frau in den Händen gehalten.

Die Fotografie ist ein breites Feld. Jeder, der schon einmal mit einer Kamera hantiert hat, schoss Bilder bei Tage. Nur rund 15% der Fotografen aber, fotografieren auch in der Nacht. Dies ist schade, denn die Fotografie in der Nacht ist überraschen, umwerfend schön und wirkt obendrein schon fast meditativ. Das Schönste aber ist, dass es alles andere als kompliziert ist, Fotos in der Nacht zu schiessen.

Um in der Nacht eine erfolgreiche fotografische Ausbeute zu erzielen, braucht man gutes Equipment und ein wenig Wissen. Dann gelingen fantastische Aufnahmen.

Ein Stativ für stabilen Halt

Das Stativ muss so stabil sein, dass die Kamera sicher getragen wird. Zudem ist es wichtig, dass das Stativ auch dann sicher steht, wenn leichter bis mittlerer Wind weht. Persönlich schätze ich es, wenn das Stativ aus Karbon ist. Diese sind sehr leicht und trotzdem sehr stabil.

Das MeFoto Globetrotter mit abgespreizten Stativbeinen.

Ein lichtstarkes Objektiv und ein Vollformat-Sensor

Zwar kein Muss jedoch auf jeden Fall sehr hilfreich, sind ein lichtstarkes Objektiv sowie ein Vollformt-Sensor. Blenden von 1.4, 1.8, 2.0 oder auch 2.8 sorgen dafür, dass viel Licht auf den Sensor fällt. Auf einen Vollformat-Sensor fällt zudem mehr Licht. Man kann bei gleicher Belichtungszeit mit tieferen ISO-Werten arbeiten und erhält dadurch Bilder mit weniger Bildrauschen.

Die Sony Alpha 7RII liegt auf einem Stein in Antofagasta, Chile.

Manueller Fokus anstatt Autofokus

Ein absolutes Muss bei der Nacht-Fotografie ist der manuelle Fokus. Wer dem Autofokus vertraut (falls dieser überhaupt bei so wenig Licht funktioniert) läuft Gefahr, dass am Ende irgendetwas im Bild, aber bestimmt nicht der gewünschte Bereich scharf ist. Daher ist es wichtig, den Fokus manuell zu legen. Am einfachsten geht dies mit einer Lichtquelle. Bei Spiegelreflex-Kameras schaltet man auf den Live-View, bei Systemkameras hat man ohnehin schon ein Display aktiv. Dann einfach mit dem Vergrösserungs-Button (meist mit einem Lupen-Symbol gekennzeichnet) ins Bild hinein zoomen und dann auch der Lichtquelle die Schärfe setzen.

Die richtige Belichtungszeit

Die Belichtungszeit ist letztendlich auch vom eigene Geschmack abhängig. Es gilt sich einfach ans Bild heranzutasten. Zu beachten gilt es, dass Sterne ab plus-minus 20 Sekunden Belichtungszeit zu ziehen beginnen und dementsprechend keine akkuraten Punkte mehr sind. Wer also knackscharfe Sterne möchte, hält die Belichtungszeit im Rahmen bis maximal 20 Sekunden.

Ein Fernauslöser für wackelfreie Fotos in der Nacht

Besondere Beachtung kommt der Auslösung der Kamera zu. Gerade bei sehr langen Belichtungszeiten ist die Gefahr gross, dass das Bild auf Grund des Drückens des Auslösers unscharf wird. Die kleinen Vibrationen beim Knopfdruck können das Bild dann ruinieren. Dem kann mittels Fernauslöser entgegengewirkt werden.

Ein Windrad steht in der Wüste nahe des Fishriver Canyons in Namibia. Neben ihm ist die Milchstrasse zu sehen.

Bonus-Tipp: Bildstabilisator ausschalten

Steht die Kamera stabil auf dem Stativ, herrscht kaum Wind, wurde der Fokus akkurat manuell gelegt und die Kamera per Fernauslöser ausgelöst, ist die Gefahr sehr gering, dass das Bild unscharf wird. Ist dies dennoch der Fall, könnte der Bildstabilisator ein möglicher Grund sein.
Dieser versucht leichte Bewegungen auszugleichen. Wenn keine Bewegungen der Kamera stattfinden, kann der Bildstabilisator bei seiner Arbeit selber Mikrovibrationen auslösen. Deshalb empfiehlt es sich, diesen bei Langzeitbelichtungen ab dem Stativ einfach auszuschalten. So, nun bist du gerüstet für deine Fotos in der Nacht. Wir wünschen dir viel Spass dabei.

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