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Stative – Daran kommt man als Fotograf nicht vorbei

Das zusammengeklappte MeFoto Raodtrip in Karbon auf einem Tisch.

Die Wichtigkeit der Stative wird sich der Fotograf meist erst mit fortschreitendem Fähigkeitslevel bewusst. Dann, wenn in der Nacht fotografiert wird und man die Langzeitbelichtung bewusst zur Bildgestaltung einsetzt. Wer fotografiert, der muss ein Stativ besitzen. In diesem Blog gehe ich auf die Unterschiede ein.

Ein Stativ gibt es bereits für wenig Geld. Ein gutes Stativ hat jedoch seinen Preis. Mir wurde einst gesagt, dass in der Fotografie folgendes gelte: Billig kaufen heisst zwei Mal kaufen. Das kann ich nur bestätigen. Besonders beim Stativ sollte nicht gespart werden und sei es nur der Kamera zu Liebe.

Stative aus dem Elektronikmarkt

Wer eine professionelle Kamera sucht, der findet in den Elektronikmärkten meist nur ein sehr begrenztes Angebot. Die Topmodelle sind eher ein Fall für die Fotofachgeschäfte oder für den Onlinestore mit gutem Fotografie-Angebot. Gleich verhält es sich auch mit Stativen. Ich kann mich noch gut an meinen ersten Stativkauf erinnern. Auch ich pilgerte zum Elektronikmarkt und kaufte dort ein Stativ. Die Auswahl hatte ich zwischen Modellen im Preisrahmen von 25 – 80 Euro. Um das erste Mal mit einem Stativ zu hantieren zwar okay und zweifelsohne könnte ein solches Stativ eine kleine Point-And-Shoot oder mein Smartphone tragen. Für ernsthafte Fotokameras aber, empfehlen sich andere Modelle. Denn die günstigen können meist nur Kameras bis drei Kilogramm tragen. Kauft man sich ein schweres Objektiv liegt man dann meist über diesen drei Kilogramm.

Auch der Stativkopf ist für keine grosse Traglast ausgelegt. Das kann dazu führen, dass das Stativ urplötzlich zusammenbricht. Dies ist mir noch nie passiert. Ich habe es aber miterlebt. Am Boden lag dann eine Kamera mit einem Teleobjektiv und der Schaden betrug mehrere tausend Euro.

Zudem haben zu leichte Stative den grossen Nachteil, dass sie sich bei Wind leicht bewegen. Bei kurzen Belichtungszeiten ist das nicht weiter schlimm. Bei einer Langzeitbelichtung, kann dies jedoch zu einem verschwommenen Bild führen.

Profistative für schwerere Kameras

Spätestens, wenn man sich seine erste teure Kamera kauft – sei es nun eine Vollformat- oder eine Highend APS-C Kamera – will man, dass diese sicher auf einem Stativ sitzt. Dies bedeutet, dass man ein Stativ sucht, welches über eine möglichst hohe Tragkraft verfügt bei geringem Eigengewicht. Hersteller gibt es in diesem Bereich einige. Ein Hersteller, den aber jeder Fotograf zweifelsohne antreffen wird, ist Manfrotto aus Italien. Manfrotto produziert fantastische Stative. Ich selber setzte für Studio- und Eventfotografie auch oft ein Karbonstativ der 190er Reihe aus dem Hause Manfrotto ein. Dieses Stativ verfügt über einen Drei-Wege-Neiger Stativkopf. Auf dieses Stativ ist in jeder Situation Verlass. Allerdings hat ein solch professionelles Stativ einen Nachteil, den man spätestens dann bemerkt, wenn man mit dem Flugzeug verreist: das Packmass. Ein solches Stativ ist für das Handgepäck zu gross und im Reisegepäck nimmt es zu viel Platz weg. An diesem Punkt kommen die Reisestative ins Spiel – und auch diese gibt es in Topqualität.

Das MeFoto Globetrotter mit abgespreizten Stativbeinen.

Reisestative

Zwar bietet auch Manfrotto Reisestative an, jedoch greife ich auf Stative aus dem Hause MeFoto zurück. Über die letzten zwei Jahre hinweg hatte ich stets das Globetrotter aus Karbon auf meinen Reisen dabei. Globetrotter ist ein sehr massives Stativ, welches eine hohe Traglast erlaubt. Bedenkenlos kann darauf eine schwere Spiegelreflex mit einem Teleobjektiv platziert werden. Das Stativ hat mir in Schottland unter sehr rauen Bedingungen super Dienste erwiesen. In der gesamten Zeit, in der ich es nun schon benutze, gab es keinen Moment, in dem ich mich nicht voll auf dieses Stativ verlassen konnte. Zudem lässt sich das Globetrotter schnell zusammenklappen und bietet ein kleines Packmass. So klein, dass man es auch als Handcarry mit ins Flugzeug nehmen kann. Das Eigengewicht schlägt mit 1.7 Kilogramm zu Buche. Um es ein halbes Jahr mit auf Weltreise zu nehmen, ist dies zu viel, zumindest für mich. Deshalb habe ich mich bei dieser Reise für ein anderes Stativ aus dem Hause MeFoto entschieden: Das Roadtrip.

Auch dieses Stativ habe ich in der Karbonausführung gewählt. Es ist knapp ein Kilogramm schwer, lässt sich noch ein wenig kleiner Zusammenklappen als das Globetrotter und bietet genug Tragkraft, sodass ich völlig unbesorgt meine Sony Alpha 7RII mit Teleobjektiv darauf platzieren kann. So ist es der perfekte Reisebegleiter, auf den ich mich verlassen kann.

Steffi wählte übrigens ein Sirui …. aus Karbon. Dieses Stativ ist noch ein wenig kleiner als das MeFoto Roadtrip und nur rund 700 Gramm schwer. Für meinen Geschmack ist das Sirui aber zu klein und vor allem der Stativkopf und die damit verbundene Stativplatte sind winzig. Ganz anders beim MeFoto Roadtripp. Der Kugelkopf hat die perfekte Grösse. Die Schraubgewinde lassen sich leicht drehen und die Kugel läuft extrem flüssig. Dadurch kann ich die Kamera extrem schnell in die gewünschte Position bringen.

Die Sony Alpha 7RII auf dem Stativ bei den Fairy Pools in Schottland.

Drehverschlüsse oder Schnallen

Ein weiterer Punkt, den du bei der Stativwahl beachten solltest, ist die Art der Beinverschlüsse. In der Regel gibt es zwei verschieden Varianten. Zum einen Schnallen, zum anderen Drehverschlüsse. Ich benutze beide Arten und habe mit keiner je ein Problem gehabt. Ich würde diesbezüglich auf die Handhabung achten und mich dann für jene Variante entscheiden, welche dir die Arbeit mit dem Stativ erleichtert und mit der du schneller bist.

Die Sony Alpha 6500 auf dem MeFoto Roadtrip.

Die Stativköpfe

Der Stativkopf ist mindestens so wichtig, wie das Stativ selber, wenn nicht noch einen Tick wichtiger. Die wohl am weitesten verbreitete Variante ist der Kugelkopf. Mit dem Kugelkopf kann man mittels des Lösens einer einzelnen Schraube die Kamera in so gut wie jede Position bringen. Auch ich benutze diese Variante gerne.

Daneben setze ich auch den Drei-Wege-Neiger gerne ein. Mit diesem Stativkopf kann ich sehr genau arbeiten. Der Nachteil liegt darin, dass ich mehr Schrauben betätigen muss und ich deshalb ein weniger langsamer arbeite als mit einem Kugelkopf.

Was ich nicht einsetze, jedoch auch eine Überlegung wert ist, ist der Pistolengriff. Dieser Stativkopf funktioniert nach dem Prinzip des Kugelkopfes, bietet aber einen bequemen Griff, mit welchem sich der Kopf lösen und auch gleich noch bewegen lässt

Der Kugelkopf des MeFoto Roadtrips trägt eine Sony Alpha 6500.

Stativ-Features

Einige Stative bieten tolle Features wie zum Beispiel die Möglichkeit, die Mittelstange zu drehen und so als Querstange zu verwenden. Andere können so klein gemacht werden, dass man beinahe aus Bodenhöhe ab dem Stativ fotografieren kann. Andere sind gegen das Eindringen von Wasser speziell geschützt und wieder andere lassen sich auf eine Arbeitshöhe von fast zwei Metern ausfahren.

Was für ein Stativ du wählst, hängt letztendlich vom Einsatzzweck ab. Ich persönlich habe mehrere Stative und setze je nach Einsatzzweck ein anderes ein. Die in diesem Blog genannten Stative bilden keine abschliessende Aufzählung. Ich habe mich bewusst für die Erwähnung des Manfrotto 190, MeFoto Globetrotter sowie MeFoto Roadtrip entschieden, weil man aus meiner Sicht damit alles richtig macht. Es sind sehr hochwertige Stative, welche über Jahre hinweg viel Freude bereiten. Sie sind alle nicht ganz günstig, aber der Preis lohnt sich.

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