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Die besten Tipps für eine Selbstfahrer-Tour durch Namibia

Ein alter Chevrolet steht in der Wüste von Namibia unweit des Fishriver Canyons.

Bei der Planung zu unserer Namibia-Reise stellte sich zu Beginn eine zentrale Frage: Sollen wir die Tour selber fahren, oder buchen wir eine organisierte Tour? Da Gruppen-Touren so gar nicht unser Ding ist, haben wir uns schlussendlich dazu entschlossen, gemeinsam mit zwei Freunden eine Selbstfahrer-Tour durch Namibia zu buchen. Ein wunderbares Erlebnis, jedoch nicht ohne Herausforderungen.

Namibia ist eines der schönsten Länder Afrikas. Ein wahres Juwel mit wunderbarer Natur und einer fantastischen Tierwelt. Dank den schier unendlichen Weiten und den vielen holprigen Strassen ist das Land wie gemacht für Abenteuer-Ferien. Ein Abenteuer, in welches wir uns zwei Wochen lang gestürzt haben.

Zebras laufen zusammen mit ihrem Baby im Etosha Nationalpark in Namibia.

Namibia – Ein Land mit grossen Reise-Distanzen

Wer einen Trip durch Namibia plant, sollte zuerst an die grossen Distanzen denken. Einige Touristen besuchen nur einige Regionen. Beispielsweise die Region rund um den Etoscha Nationalpark oder den Fishriver Canyon. Wer aber das gesamte Land sehen will, muss bereit sein, viele Kilometer zurückzulegen. Wir starteten unsere Selbstfahrer-Tour durch Namibia in Windhoek, fuhren hoch zum Etoscha Nationalpark und danach alles runter in den Süden, bis nach Südafrika. Da wir zu viert waren, konnten wir uns mit dem fahren abwechseln und so die grossen Distanzen aufteilen. Dadurch war es für uns sehr relaxed öfters grosse Distanzen zurück zu legen. Wichtig ist, immer genug Wasser im Auto zu haben. Die Tage in Namibia können nicht nur ganz schön lang, sondern auch ganz schön heiss werden. Es gilt übrigens zu bedenken, dass nur selten Geschwindigkeiten von 80 – 100 km/h gefahren werden können. Viele Wege führen über unbefestigte Strassen. Es empfiehlt sich daher, nicht beim Wagen zu sparen. Wir teilten uns einen Toyota Fortuner. Ein grosser, massiver Wagen. Komfortable, selbst bei acht Stunden Fahrt. 

Der Wagen will für Namibias Strassen weise ausgesucht sein

Unsere wichtigstes Kriterium bei der Fahrzeugwahl war der Vierradantrieb. Namibia kann auch ohne einen 4×4 bereist werden. Es gab jedoch die eine oder andere Situation, bei der wir enorm froh waren, ein solches Fahrzeug angemietet gehabt zu haben. Beispielsweise bei den Dünen von Sossusvlei. Dank des Vierradantriebs konnten wir mit dem eigenen Wagen bis zu den Dünen in der Nähe von Deadvlei fahren. Einmal ist der Wagen leicht eingesunken, als wir auf der Jagd nach einem besonderen Foto etwas unglücklich parkiert haben. Danke 4×4 kamen wir aber gut wieder aus dieser Situation raus.

Unser Mietauto hat uns auf unserer Selbstfahrer-Tour durch Namibia immer sicher ans Ziel gebracht.

Der Wagen sollte zudem mit mindestens einem Reserverad ausgestattet sein. Zwei sind natürlich besser. Viele Namibia-Urlauber sagen gerne etwas spöttisch, dass man nicht in Namibia war, wenn man nicht mindestens einen platten Reifen gehabt habe. Tatsächlich mussten auch wir uns einmal diesem Thema und damit verbunden, dem Radwechsel widmen. Je nachdem, wie stark der Reifen beschädigt ist, kann dieser repariert werden oder muss gegen einen neuen getauscht werden. Es ist daher ratsam, sich in Sachen Reifenwechsel schlau zu machen und vor der Namibia-Reise mindestens einmal selber einen Reifen gewechselt zu haben.
Dank unserem SUV konnten wir nicht nur bequem reisen, sondern auch einmal einem jungen Paar helfen, welches mit ihrem Wagen liegengeblieben ist. Sie waren mit einem Ford Ka unterwegs. Der Kleinwagen hat einfach schlapp gemacht. Wir haben sie dann bis zur nächsten grösseren Ortschaft abgeschleppt – 40 Kilometer. Denn in Namibia findet man nicht alle paar Kilometer ein Ort.
Bei der Wahl des Fahrzeugs entscheidet man auch gleichzeitig über die Art und Weise der Übernachtung.

Übernachten in Namibia – wild oder edel

Wer Namibia bereist, setzt sich automatisch mit der Frage der Übernachtungsmöglichkeiten auseinander. Es gibt Autos, welche mit Dachzelten ausgestattet sind. Dadurch ist man der Natur auch in der Nacht ganz nahe. Allerdings muss dann jeden Abend das Zelt aufgebaut und am nächsten Morgen wieder abgebaut werden. Wir haben im Vorfeld darüber diskutiert und uns am Ende gegen diese Variante entschieden und für die Übernachtung in Lodges. Dabei wurden wir riesig überrascht. Nicht im negativen Sinne – ganz im Gegenteil. Die Lodges in Namibia sind unfassbar schön. Das Design war immer wieder ein riesiges Highlight. Wer zudem Offseason reist, hat nicht nur die Unterkünfte fast für sich alleine, sondern erhält auch wirklich gute und günstige Preise. Für uns hat sich die Wahl der Lodges als Unterkünfte sowie die Wahl der Offseason ausbezahlt.

Bei der Wahl der Unterkünfte gilt es folgende zu bedenken: Wer bei gewissen Sehenswürdigkeiten bereits am Morgen in der Frühe zu Sonnenaufgang fotografieren möchte, kommt nicht drum herum, in der dort nächstgelegenen Lodge zu übernachten. Die Sehenswürdigkeiten wie Fishriver Canyon, Sossusvlei und Etoscha liegen in Nationalparks, welche bis zum Sonnenaufgang geschlossen sind. Bei Sonnenaufgang öffnen die Tore. Bei Sonnenuntergang schliessen sie wieder. Wer aber in einer der sich im Park befindlichen Lodges schläft, kann natürlich im Park bleiben. Besonders Fotofreunde sollten deshalb die Unterkunft weise aussuchen.

Die Sonne wirft ihre letzten Strahlen bei Klein -Aus in Namibia.

Selbstfahrer-Tour durch Namibia – Ein unvergessliches Erlebnis

Ganz egal wie und wo man in Namibia übernachtet oder mit welchem wagen man unterwegs ist, ein Road-Trip durch das afrikanische Juwel ist ein unvergessliches Erlebnis. Nicht nur wegen den unfassbar schönen Sonnenaufgängen und Sonnenuntergängen. Die Landschaft von Namibia ist umwerfend. Die Tierwelt ist unbeschreiblich. Auf den Reisenden wartet in Namibia ein Highlight nach dem anderen. Besonders wenn man mit dem eigenen Wagen durch die schier unendlichen Weiten düst, stellt sich ein Freiheitsgefühl ein, welches unbeschreiblich ist. Wir haben uns in Namibia verliebt. Nicht zuletzt auch, weil wir auf eigene Faust unterwegs waren und so manches Abenteuer erlebten. Für uns war unsere Selbstfahrer-Tour durch Namibia ein Traum.

Hier kommst zu unserer Foto-Galerie.

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