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Das Dach der Welt – Reisezeit und Visa-Bestimmungen für Nepal

Das verschneite Annapurna Basecamp mit Gebetsflaggen im Vordergrund.

Wegen seinen vielen Achttausendern wird Nepal auch gerne als das Dach der Welt bezeichnet. Für Bergsteiger und Trekker ist das kleine Land im Norden Asiens so etwas wie der heilige Gral. Zu Tausenden zieht es sie in die Himalaya-Region. Auch Fotografen können sich der Faszination kaum entziehen.

Egal ob Bergsteiger, Trekker, Fotograf oder einfach Tourist, vor einer Nepalreise gibt es so einiges zu beachten. Falls auch du nach Nepal willst, so haben wir einige Tipps für dich.

Wahl der richtigen Jahreszeit für Nepal – Vor- und Nachteile

Die beste Jahreszeit für Trekker sind die Monate März, April, Mai, September, Oktober und November. Dann herrschen milde Temperaturen und die Bedingungen um das Hochgebirge zu erobern sind optimal. Dementsprechend viele Ausländer reisen während diesen Monaten nach Nepal. Das heisst für dich, dass du sinnvollerweise bereits alles im Voraus buchst – Hotel, Guide, Bewilligung für den Trek und Tagesausflüge.

Wenn du hingegen in der Nebensaison unterwegs bist, dann findest du ohne Probleme auch kurzfristig einen Guide. Die Hotels bieten in dieser Zeit günstige Preise, da ihre Auslastung sehr gering ist und Tagesausflüge können bis am Abend des Vortages noch gebucht werden. Es ist eine Zeit, in der du sehr flexibel in Nepal unterwegs sein kannst. Falls du in dieser Zeit trekken gehst, musst du daran denken, dass nicht alle Teahouses geöffnet sind. Am besten du informierst dich in diesem Fall noch in Kathmandu oder Pokhara.

Die Sache mit dem Winter in Nepal

Für unsere erste Nepal-Reise wählten wir die Monate Dezember und Januar. Oftmals werden diese Monate als nicht optimal bezeichnet. In den höheren Lagen muss mit Schnee gerechnet werden. Die Nächte im Hochgebirge sind dann bissig kalt und viele Teahouses sind geschlossen. In Kathmandu jedoch, sind die Tempersturen sehr mild, meist zwischen 8 und 16 Grad Celsius. Mit nur wenig Regen herrschen hier also perfekte Bedingungen. Auch für einen Besuch im Chitwan-Nationalpark ist die eigentliche Off-Season in Nepal ideal.

Wir zogen im Januar 2018 los in die Annapurna Region. Je mehr wir in Richtung Berge gingen, desto kälter wurde es, zumindest am Abend und in der Nacht. Auf 2000 Metern über Meer herrschen tagsüber angenehme Temperaturen, sodass man gut auch im T-Shirt laufen kann. Abends jedoch, sobald die Sonne weg ist, wird es ziemlich frisch und nicht selten herrschen Temperaturen gegen -2 Grad. Dazu ist noch zu sagen, dass wir einen sehr milden Januar erwischt haben. Wir schliefen in einem Schlafsack, der bei Temperaturen bis zu -30 Grad verwendet werden kann. Falls du auch im Winter zu einem Trekking losziehen willst empfiehlt es sich, genügend warme Kleidung einzupacken. Zudem solltest du auch für wärmeres Wetter gerüstet sein. So kannst du schnell und einfach deine Kleidung auf dem Trek wechseln und bist für alle Eventualitäten optimal vorbereitet.

Ein atemberaubender Sonnenaufgang auf dem Poon Hill in Nepal.

Verschiedene Visa für Nepal

Für Schweizer und für alle EU Länder besteht die Möglichkeit, ein Visa on arrival zu lösen. Dies hat den Vorteil, dass du dich vor der Anreise um nichts kümmern musst. Es gibt verschiedene, zur Auswahl stehende Visa-Abstufungen: 15 Tage, 30 Tage, 60 Tage oder 90 Tage. Die Preise für dein Visum variieren, je nach Variante.

In der Ankunftshalle des Flughafens Kathmandu wirst du einige Maschinen vorfinden. Sie sehen aus wie Check-In Automaten und funktionieren auch nach dem gleichen Prinzip. Wenn du Glück hast, dann funktioniert das Reisepass-Lesegerät und du kannst deinen Pass einfach einscannen. Ist dies nicht der Fall, ist ein wenig Arbeit deinerseits von Nöten. Du musst in diesem Fall deine Personalien eingeben und kurz ein Foto von dir machen. Fertig. Im Gegenzug erhältst du einen Ausdruck. Mit diesem gehst du dann zur Kasse und bezahlst dort dein Visum, wenn möglich in bar. Akzeptiert werden verschiedene Währungen, darunter Euro, Schweizer Franken und US-Dollar. Auch exotischere Währungen werden akzeptiert. Abgerechnet wird zu teilweise abenteuerlichen Wechselkursen. Es lohnt sich allenfalls, die Kreditkarte zu zücken. Unsere 30 Tage Visa haben jeweils 40 US-Dollar gekostet. Nach erfolgter Bezahlung erhältst du zwei Quittungen, sowie den Ausdruck vom Automaten zurück.

Mit diesen Zetteln stellst du dich dann bei der Immigration an. Es gibt verschiedene Schlangen, je nach Dauer der Visa. Bei uns hat dieses Anstellen über eine Stunde gedauert. Rechne also lieber genug Zeit ein bei der Immigration.

Die besten SIM Karten für Nepal

Am besten besorgst du dir gleich bei der Ankunft am Flughafen in Kathmandu eine SIM Karte. Für die Städte empfehlen wir dir Ncell. Der Empfang ist gut, der Datenspeed ist hoch und die Preise sind fair. In den Bergregionen aber, wirst du Ncell kaum einsetzen können. In diesem Fall empfiehlt es sich, auf den staatlichen Anbieter Nepal Telecom zurückzugreifen. Wir kauften beide Simkarten und hatte dadurch so gut wie immer Empfang. Nepal Telecom ist aber bedeutend langsamer und teurer.
Sei übrigens auch nicht verwundert, wenn du beim Kauf der Simkarte eine Passkopie, ein Passfoto und deine Fingerabdrücke abgeben musst. Nepal macht es damit Thailand gleich und versucht so, SIM-Karten-Missbrauch zu verhindern und die Kunden zu schützen. Dies auf jeden Fall die offizielle Variante zur Handhabung der SIM-Karten-Distribution.

Wenn wir übrigens gerade beim Thema mobile Daten sind, dazu haben wir einen Blog-Beitrag verfasst. Wir sind nach wie vor sehr zufrieden mit unserem Hotspot von Glocalme, welcher weltweit für Empfang sorgt und während unserer Weltreise eines unserer wichtigsten Gadgets war.

Falls du bereits einige Eindrücke sammeln möchtest, dann schau auf unserer Foto-Galerie oder bei den Vlogs auf YouTube vorbei.

Stefan geniesst die Landschaft auf dem Annapurna Trek.

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