Das Kameraequipment von Journey Glimpse
13. Juli 2017
Fotografieren auf Reisen Teil 1 – Die Fotoausrüstung
24. Juli 2017

Fotografieren auf Reisen Teil 2 – Die Motive

Blick auf die peruanische Stadt Cusco bei Nacht.

Der Frage nach dem nötigen Equipment für die Resiefotografie sind wir im letzten Blog nachgegangen. Dieses Mal beschäftigen wir uns mit der Motivwahl. Ich gebe dir Inputs, damit du mehr aus deinen Fotos rauszuholen kannst und das ganz spezielle Bild schiessen kannst. Bringe deine Reisefotografie auf die nächste Stufe.

Sehenswürdigkeiten – Der Klassiker anders interpretiert

Ob Eiffelturm, Kolosseum, Empire State Building oder Brandenburger Tor, alle Sehenswürdigkeiten haben eines gemein: jeder von uns hat bereits tausende Bilder von ihnen gesehen und kennt das Motiv nur zu gut. Trotzdem wird jeder sie in seine Reisefotografie miteinbauen wollen. Das grosse Problem dabei ist: Die Sehenswürdigkeiten werden aus den immer gleichen Perspektiven und von den immer gleichen Standpunkten aus aufgenommen. Deshalb wirken die Fotos generisch, bekannt, langweilig. Die Reisefotografie wird so langweilig. Aus diesem Grund lohnt es sich, einen anderen Standpunkt zu suchen. Gegen den Strom schwimmen lautet hier die Devise. Bewegt sich die Touristen-Armee nach rechts, gehst du nach links. Such dir eine Seitenstrasse von der aus du beispielsweise das Brandenburger Tor sehen kannst. Fotografiere das Bauwerk einfach einmal von der Rückseite. Gehe mit der Kamera bis auf Bodenhöhe runter. Oder versuche hoch hinaus zu kommen und einen Blick aus erhöhter Position zu erhaschen. Manchmal kann es auch helfen, wenn du wartest, bis es Nacht wird. Oftmals sind die klassischen Fotos der Sehenswürdigkeit am Tag aufgenommen worden. Wenn du jetzt die spezielle Position noch mit der Nacht kombinierst, entsteht ein total neues Motiv. Werde einfach kreativ und lass dir etwas einfallen um das viel Gesehen in neuem Licht erstrahlen zu lassen.

Das Schiffswrack der S.S. Speke auf Phillip Island unter dem Sternenhimmel.

Menschen – Zeit lassen lohnt sich

Besonders in Erinnerung bleiben mir jeweils Bekanntschaften, welche ich auf Reisen mache. Es sind mitunter die Menschen und ihre Geschichten, die unsere Reisen zu etwas speziellem, gänzlich Einzigartigem machen. Deshalb empfehle ich dir, Portraits von diesen Menschen zu schiessen. Sie bereichern die Reisefotografie enorm. Knipse dabei nicht nur Bilder in Hochformat, sondern setze auch einmal das Querformat ein. Binde dabei Gegenstände ein, welche helfen, die Person in ihrem Leben zu verorten. Wenn du einen Fischer kennenlernst, schiesse das Portrait auf seinem Boot oder ganz in der Nähe davon. Platziere hinter dem Fischer noch ein Fischernetz. Allenfalls passt eine Angelrute auch sehr gut ins Bild. Solche, für die Person sehr wichtige Gegenstände, geben deinen Portraits mehr Tiefe. Werde kreativ und schiesse ein spezielles Foto. Arbeite das Spezielle an einer Person heraus. Achte auf die Mimik und vor allem auf Details wie Furchen und Falten. Setze diese gekonnt ins Bild. Achte auch immer auf das Licht.

Eine alte Frau in einem Dorf in Myanmar.

Das Landestypische – Weil es dazu gehört

Im Weiteren suche ich jeweils Motive, welche typisch sind für das jeweilige Reiseland. Dies können natürlich auch Tiere sein. Auch sie gehören zur Reisefotografie dazu. In Australien beispielsweise Kängurus oder Koalas. Wenn wir kurz bei den Tieren verweilen, so empfehle ich dir, jeweils ganz nahe ran zu gehen. Und wenn du denkst, du seist nahe genug dran, geh noch ein wenig näher. Du kannst natürlich auch Superteleobjektive verwenden. Meist musst du dies sogar. Aber sorge dafür, dass du wirklich so nahe wie möglich rangehst. Du musst dabei auch nicht immer das komplette Tier zeigen. Wähle einen Ausschnitt. Zeige beispielsweise einmal nur einen Ausschnitt des Kopfes. Spiele auch mit dem Hintergrund, indem dass du deinen Standpunkt leicht verschiebst. Und versuche auf Augenhöhe des Tieres zu kommen. Vermeide es, von oben herab das Bild zu schiessen. Oder gib dem Tier etwas Erhabenes, indem du von unten nach oben fotografierst.

Zwei Kudus stehen unter einem Baum im Etosha Nationalpark in Namibia.

Weitere Landesspezifische Motive sind spezielle Architektur- und Kleidungsstile. Schriftzeichen und Essen gehören ebenso dazu. Setz dich mit dem Reiseland und der Kultur der Menschen auseinander und finde das Besondere.

Drei Novizen sitzen nebeneinander bei einem Tempel in Myanmar.

Im ersten Teil haben wir über die Fotoausrüstung geschrieben. Dieser Beitrag hat sich mit dem Motiv befasst. Bist du neugierig worum es im dritten Teil geht? Finde es heraus. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

error: Inhalt ist geschützt