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Myanmar – Ein noch sehr ursprüngliches Reiseland

Ein Pagode in Bagan mit der Sonne im Hintergrund die sich hinter einem Hügel zeigt.

Birma, Burma und nun Myanmar, das südostasiatische Land hat eine bewegte Geschichte. 135 Ethnien und rund 100 Sprachen treffen auf einer Fläche von 676’578 km2 aufeinander. Rund 55 Millionen bewohnen dieses Land. Aktuell befindet sich Myanmar im Aufbruch und zieht immer mehr Touristen an.

Auf der Website eines deutschen Myanmar-Spezialisten ist folgender Slogan zu lesen: Dieses Land vergisst du nie. Nachdem wir vier Wochen in Myanmar gereist sind, können wir sagen: Dies stimmt. Das Land ist der Wahnsinn.

Das Land der tausend Pagoden

Oft wird als Synonym für Myanmar auch das Land der tausend Pagoden verwendet. Logisch, ist die Landschaft doch geprägt von Pagoden und Tempeln. Überall sind sie zu finden. Die gläubigen Buddhisten müssen nie weit gehen, um nahe einer Buddha Statue beten zu können.

Die Natur ist wundershön und bietet ausgiebig Möglichkeiten für alle Vorlieben. Bootstouren bei Hap-An oder auf dem Inle sind genau so möglich wie Trekking in den Bergen oder bei Mandalay. Landschaftlich ist Myanmar unglaublich und obschon wir auch gerne die Umschreibung des Landes der tausend Pagoden verwenden, so finden wir, müsste es eigentlich das Land der tausend Lächeln sein.

Die Shwedagon Pagode in Yangon, Myanmar bei Nacht.

Gastfreundschaft 100 Prozent

Wenn es vielen Menschen in Myanmar auch an den notwendigsten Alltagsdingen wie beispielsweise Lebensmitteln fehlt, so hat niemand ein Mangel an Freundlichkeit, ganz im Gegensatz zu unseren westlichen Kulturen. Die Menschen haben immer ein Lächeln bereit. Sie leben glücklich, selbst wenn ihr Standard auf das Notwendigste reduziert ist. Und sie lieben es zu geben. So wurden wir immer wieder auf Tee und Gebäck eingeladen. Oder wir erhielten Geschenke beispielsweise in Form von Armbändern. Als Reisender wird man mit offenen Armen empfangen, selbst in Regionen, welche gemäss EDA besser gemieden werden sollten.

Eine Padaung Frau in traditioneller Kleidung.

Die Sicherheitslage in Myanmar

Myanmar war zuletzt mit Negativschlagzeilen in unseren westlichen Medien vertreten. Der Konflikt im Westen, welcher nur eine winzig kleine Region betrifft, wirft seine Schatten. Es kommen weniger Touristen ins Land. Wir wollen an dieser Stelle nichts bagatellisieren. Den Konflikt einzuordnen ist schwierig. Wir vermögen nicht, dies zu tun und wir waren auch nicht im Westen des Landes, weshalb wir diese Region aussen vor lassen.

Wir waren aber im Osten des Landes unterwegs und sind durch ehemalige Konfliktzonen gefahren. Teilweise patroullieren hier noch die nationalen Soldaten (oder wie sie der Westen nennt: Rebellen). Auch passiert man immer wieder Strassensperren. Es gibt aber kein Grund sich als Tourist unsicher zu fühlen. Wir haben keine schlechten Erfahrungen gemacht. Wir sind sogar auf Rebellen gestossen, die jedoch lediglich an einem Foto mit uns interessiert waren. Alles gut.

Wir sind sehr froh, dass wir in Regionen unterwegs waren, die vom Tourismus noch komplett verschont sind. So konnten wir das ursprüngliche Myanmar noch erleben.

Für Myanmar gilt mehr als für jedes andere Land: man muss es erleben. Zu beschreiben ist dieses Land nur schwer. Aktuell findet ein grosser Wandel statt. Die Militärregierung ist der ersten vom Volk gewählten Regierung gewichen. Zumindest offiziell. Einfluss hat das Militär immer noch. Trotzdem herrscht Aufbruchstimmung. Viele Orte rüsten sich für den Touristenansturm. Die Regierung erlaubt zum ersten Mal in der Geschichte Direktinvestitionen aus dem Ausland und das Land präsentiert sich weltoffen. Auf dem Land weicht die traditionelle Handarbeit mehr und mehr den Maschinen. Wer das ursprüngliche Myanmar noch erleben will, der muss sich beeilen. Es lohnt sich.

Wir haben natürlich fleissig Vlogs gedreht, die du dir hier ansehen kannst. Falls du dich für die Bilder interessierst, findest du diese hier.

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