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Mit der Makro-Fotografie in eine andere Welt eintauchen – Die Aufnahme
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Mit der Makro-Fotografie in eine andere Welt eintauchen – Das Equipment

Eine Vespe sitzt auf einer Flasche.

Die Makrofotografie sorgt dafür, dass Kleines einmal ganz gross ist. Sie offenbart uns im späteren Bild Details, welche von blossem Auge nicht sichtbar sind. Die Makro-Fotografie entführt und in eine unbekannte Welt. Was du für diesen Ausflug brauchst, erfährst du in diesem Blog.

Die Makro-Fotografie könnte auch als eine Art Gegenpol zur Landschaftsfotografie bezeichnet werden. Bei der Landschaftsfotografie zeigt der Fotograf ein grosses Ganzes. Die Details verlieren sich meist. Ganz anders bei der Makro-Fotografie. Hier liegt der Fokus auf kleinen Ausschnitten. Auf Details. Um dies fotografisch umsetzen zu können, braucht es ein wenig Equipment.

Das Makro-Objektiv – Der Schlüssel für gelungene Aufnahmen

Das Wichtigste bei der Makro-Fotografie ist zweifelsohne das richtige Objektiv. Ein echtes Makro-Objektiv sollte dafür gewählt werden. Dies erkennst du an der Bezeichnung des Objektivs und am Abbildungsverhältnis. Dieses ist optimal bei 1:1. 1:3 gilt aber auch noch als Makro. Ein normales Objektiv bildet zwischen 1:7 und 1:9 ab. Doch was bedeutet dies überhaupt?

Nehmen wir einen Marienkäfer als Beispiel. Wenn du diesen fotografierst, wird dieser bei einem Makroobjektiv genau so gross auf dem Sensor abgebildet, wie er in Wirklichkeit ist. Oder mindestens im Verhältnis 1:3. Später wird das Foto aber bildschirmfüllend ausgegeben und vom Marienkäfer sind enorm viele Details zu erkennen.

Ich empfehle jeweils eine längere Brennweite im Bereich von 90mm oder 115 mm. Bei Makro-Aufnahmen sind besonders Insekten ein sehr spannendes Sujet. Da jedes Insekt jedoch eine Fluchtzone hat, bin ich immer froh, wenn ich mit dem Objektiv so weit weg bleiben kann wie es nur geht.

Zudem bietet es sich an, zu einer Festbrennweite zu greifen, da diese meist lichtstärker sind als Zoomobjektive. Ich benutze das Sony FE 90mm mit einer Blende von 2.8. Dieses Objektiv ist hervorragend verarbeitet und bietet eine wunderbare Abbildungsqualität mit viel Schärfe.

Die Lichtstärke ist bei Makroaufnahmen besonders wichtig, da du bei diesen Aufnahmen nie genug Licht haben kannst. Da bietet es sich an, die Mittagssonne auszunutzen oder allenfalls sogar einen Makro-Blitz zu verwenden. Dabei handelt es sich um einen Ringblitz, der vorne ans Objektiv kommt. Dadurch werden keine Schatten auf das Motiv geworfen, was bei einem normalen Aufsteckblitz der Fall sein könnte. Generell empfehle ich aber, vor allem zu Beginn, mit so wenig Equipment wie möglich zu arbeiten. 

Ein Stativ erleichtert dir die Makro-Fotografie

Was ich bei der Makro-Fotografie immer dabei habe ist ein Stativ. Weil der Bereich der Schärfentiefe in der Makro-Welt extrem klein ist, ist das Stativ äusserst hilfreich. Die Kamera hat eine fixe Position, sprich du verwackelst das Bild nicht durch deine Bewegungen.

Es gibt auch noch so genannte Makro-Schlitten. Dabei handelt es sich um eine spezielle Schienenkonstruktion, welche zwischen Stativ und Stativkopf befestigt wird. Manchmal nimmst du auch nur das Stativ und den Makro-Schlitten. Mittels Drehrädern kann die Kamera auf dem Makroschlitten bewegt werden. Dies sorgt dafür, dass du die Schärfe nicht am Schärfering des Objektivs einstellen musst, sondern dies direkt mit der Kamerabewegung machen kannst. Dies liefert in der Makro-Fotografie meist bessere Ergebnisse.

Wenn du ein passendes Objektiv sowie ein Stativ hast, suche dir eine Blume oder sonst eine spannende Pflanze. In einem nächsten Blog schreibe ich über das Erstellen von Makro-Fotografien. Ich rate dir dafür ein sich nicht bewegendes Objekt zu wählen.

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