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Fotografieren auf Reisen Teil 6 – Equipment-Einsatz

Stefan beim Fotografieren in Santiago.

Im sechsten und letzten Teil dieser Reihe widme ich mich dem Thema Equipment-Einsatz und gebe dir Tipps, wie du dafür sorgst, dass dein Equipment auch wieder heil nach Hause kommt.

Ein guter Rucksack für den Equipment-Transport

Dein Equipment muss natürlich zuerst einmal sicher von A nach B transportiert werden. Dafür empfehle ich dir einen Rucksack und keine Umhängetasche. Objektive und Kameras werden schnell sehr schwer und da tust du mit einem Rucksack deinem Rücken etwas Gutes. Zudem empfehle ich dir, einen Rucksack zu wählen, der nicht nur einen Front Zugriff hat, sondern auch bei der Rückenpartie. Das erleichtert erstens das Befüllen ungemein und verkürzt die Suche nach dem gewünschten Objekt. Auf längeren Reisen setze ich einen Ski-Touren-Rucksack von Haglöfs ein. Dieser nennt sich Skra. Ich habe ihn in den Grössen 27 Liter und 35 Liter. Beide sind mit einem Kamera-Insert ausgestattet, so dass meine Ausrüstung sicher aufbewahrt ist. Auf Städtetrips habe ich den Booq Slimpack dabei. Ein stylischer und funktionaler Rucksack.

Der geöffnete Booq Fotorucksack gefüllt mit meinem Equipment.

Es könnte regnen, sei dafür gewappnet

Selbst, wenn Kameras und Objektive meist gegen Spritzwasser abgedichtet sind und sich meist unempfindlich gegen Regen zeigen, solltest du nie vergessen, dass Elektronik und Wasser eine Kombination ist, welche sich nicht so gut verträgt. Das neue Traumpaar werden diese zwei auf jeden Fall nicht und deshalb empfehle ich dir immer einige Gel-Säckchen im Rucksack zu haben. Diese saugen allfällige Feuchtigkeit auf, welche sich trotz Raincover im Rucksack bilden könnte. Letzten Dezember habe ich mit einem Freund auf der Isle of Skye einen Tag bei strömendem Regen fotografiert. Zu Beginn noch ohne Raincover für die Kamera, dann aber schon bald mit. Meine Sony Alpha 7RII sowie seine Sony Alpha 7II haben den Tag unbeschadet überstanden.

Fotoshooting bei hartem Regen in Schottland

Achtung vor Staub und Sand

Weit heikler als das Wasser ist für mich der Staub. Wenn du mit nur einem Objektiv unterwegs bist und dementsprechend keinen Objektivwechsel durchführst, ist Staub ein Thema über das du dir nicht gross Gedanken machen musst. Stell dir aber vor, du bist auf Safari, und hast zwei Objektive dabei. Ein Supertele mit dem Brennweitenbereich 150-600mm und ein Zoomobjektiv mit dem Brennweitenbereich 24-70mm. Wenn die Tiere weit weg sind bist du mit 150-600mm gut bedient. Kommen diese aber näher, kann es sein, dass du dein 24-70mm benötigst. Das heisst, du musst dein Objektiv wechseln, falls du keinen zweiten Body dabei hast. In Afrika ist es aber oft staubig und wenn du jetzt dein Objektiv wechselst, läufst du Gefahr, dass der Staub in deinen Kamerabody eintritt und sich dort auf dem Sensor festsetzt. Wechsle Objektive deshalb mit Bedacht und verzichte im Zweifelsfall lieber darauf. Noch schlimmer kann der Strand sein. Hier solltest du auf einen Objektivwechsel verzichten. Nicht nur der Sand, sondern auch das Salzwasser können deiner Kamera zusetzen.

Equipment Einsatz in der Wüste – Stefan mit seiner Kamera.

Verhalten bei grosser Kälte

Viele Hobby-Fotografen lassen ihre Kamera im Winter Zuhause. Dies ist schade, denn der Winter ist eine super Zeit. Die Natur ist extrem ruhig und zeigt sich von einer ganz besonderen Seite. Allerdings sollte auf einige Punkte geachtet werden. Die Kamera sollte sich etwas akklimatisieren. Wenn du von drinnen nach draussen gehst, ist der Temperaturwechsel nicht so dramatisch. Wenn du von draussen kommst, wo Minusgrade herrschen und du betrittst einen Raum mit 24 Grad Raumtemperatur, dann wird sich die Linse beschlagen. In der Regel ist dies nicht weiter schlimm. Nimm aber auf jeden Fall keinen Objektivwechsel vor und lege die Kamera nicht zu nahe an einen Heizkörper. Du solltest verhindern, dass sich Feuchtigkeit im Innern des Kamerabodys und des Objektivs bildet und so Pilze wachsen können. Ich empfehle dir, die Kamera einfach im Keller zu lassen und erst nach einigen Stunden in die Wohnung zu nehmen.

Ausserdem verzichte ich im Winter auf Objektivwechsel im Freien. Achte zudem auch auf die Akkus. Bei grosser Kälte entladen sich diese schneller. Trage sie deshalb nahe am Körper.

Kamera regelmässig reinigen

Wenn du deine Kamera benutzt, wird sie in der Regel nicht geschont. Sie wird dementsprechend auch gerne einmal staubig und dreckig. Reinige die Kamera regelmässig. In einem ersten Durchgang mit einem Blasebalg. So entfernst du den ersten groben Staub. Dann kannst du mit einem feuchten Lappen die Kamera abreiben und danach kurz trocknen. Beim Objektiv kannst du gleich vorgehen. Achte hier vor allem auf den Bereich des Glases. Verhindere auf jeden Fall, dass du mit einer Verunreinigung wie zum Beispiel einem Sandkorn auf dem Glas umher wischst. Dies kann zu Kratzern führen und ein Objektiv unbrauchbar machen.

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