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Reisen zu Zeiten von Corona

Cahuita Nationalpark – Der Schönste von allen

Der Titel klingt reisserisch? Ja, in der Tat. Jedoch ist es so, dass mich der Cahuita Nationalpark derart fasziniert hat, dass ich gleich mehrere Male hier hergekommen bin – und sowas ist mir zuvor noch nie passiert. Insofern darf der Titel kritisch gesehen werden. Für mich aber, ist der Cahuita der schönste Nationalpark von Costa Rica, Corcovado mal aussen vor gelassen.

Stellt sich an dieser Stelle wohl eine Frage: Was ist es denn, was diesen Cahuita derart speziell macht. Vielleicht ist es mein fotografisches Auge, welches wesentlich zu den folgenden Aussagen beiträgt, aber aus meiner Sicht ist es die Vielfalt in diesem Nationalpark, welche sonst in keinem anderen zu finden ist.

Cahuita – Strand, Wald, alles da

Wer Strände liebt ist in Cahuita ebenso richtig wie jemand, der eine Schwäche hat für bewaldete Landflächen, denn hier liegen Strand und Wald Seite an Seite. Schon beim Parkeingang wird klar, hier geht es in einen ganz besonderen Nationalpark. Eine kleine Brücke führt zum Häuschen, wo das Check-in stattfindet. Registrierung ist Pflicht, der Eintritt eigentlich frei. Jedoch gibt man freundlicherweise eine kleine Spende ab. Schliesslich ist es in unser aller Interesse, dass dem Park und dessen Tiere Sorge getragen wird.

 

 

Wer Glück hat, kann schon bevor der Park betreten wird Tiere beobachten. Als ich das erste Mal hier war beispielsweise, sass ein Faultier nur drei Meter über mir in einem Baum. Das perfekte Fotomotiv. Zudem konnte ich Kapuziner-Affen dabei beobachten, wie sie eine Echse verspeisten. Zugegeben, ein wenig martialisch, aber nicht minder faszinierend. Denn dies ist eine spezielle Verhaltensweise. Mir wurde von den Rangern gesagt, dass die Tiere begonnen haben, Fleisch zu essen. Warum dem so ist, muss noch erforscht werden. Aber eines ist sicher: Früher ernährten sich diese Tiere vegetarisch.

 

 

Wenn man dann seinen Weg in den Park gefunden hat, dann kann man stundenlang einem schmalen Weg folgen, der durch den Wald führt. Gleich daneben ist der Strand zu sehen. Ein wahnsinnig schöner Anblick. Wäre spannend, um hier Drohnenfotos zu schiessen, doch das Drohnen fliegen ist verboten. Gut so. Schliesslich gibt es hier viele Badende und Leute, welche sich am Strand sonnen. Da will man nicht ständig das Surren einer Drohne um sich herum haben. Generell geht es in diesem Nationalpark um den Genuss. Rastplätze und kleine Tische mit Bänken laden zum Verweilen und Picknicken ein. Achtung, es gibt hier Waschbären – und diese machen sich gerne mal über das mitgebrachte Essen her. Wer Baden geht und seine Sachen unbeaufsichtigt lässt, muss sich nicht wundern, wenn ein Teil fehlt.

 

So viel mehr als nur ein Badestrand

Die meisten Leute kommen in den Cahuita Nationalpark, um sich zu erholen und eine gute Zeit am Strand zu haben. Dies ist übrigens nicht überall ohne weiteres möglich. Teilweise herrscht so starke Strömung, dass das Baden gar nicht möglich ist. Und eigentlich ist es auch viel zu schade, nur wegen des Badespasses in den Nationalpark zu fahren. Denn es gibt hier derart viel zu entdecken, dass es sich lohnt, sogar mehrfach herzufahren. Der Weg am Strand entlang ist kilometerweit und man kann diesen auch problemlos mehrfach ablaufen, denn er präsentiert sich sowieso jedes Mal anders. Mit den Tieren verhält es sich übrigens so, dass man ein wenig Glück braucht. Ich erlebte schon Tage, da bekam ich kaum ein Tier zu Gesicht. An anderen innert 20 Minuten so viele, dass ich gar nicht wusste, wohin ich als Nächstes schauen soll. Sogar eine Boa war an diesem Tag im Baum zu bewundern.

Cahuita – ist ein absolutes Highlight 

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