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Sommer im Alpbachtal in Österreich – Erholung pur in atemberaubenden Landschaften

Stefan läuft dem Wanderweg auf dem Gratlspitz entlang.

Auf der Suche nach einer vollen Dröhnung Natur und gutem Licht landeten wir im Alpbachtal in Österreich. Das Alpbachtal im Tirol hat unglaublich viel zu bieten, so dass es kein Einfaches ist, aus den vielen Möglichkeiten sein Programm zurechtzulegen. Da wir immer auf der Jagd nach dem speziellen Licht sind, haben wir unsere Aktivitäten dementsprechend gewählt.

Österreich ist natürlich für seine schöne Natur und vor allem für die Berge berühmt. Im Winter zieht es die Skifahrer auf die Pisten. Im Sommer kommen die Wanderer, Mountainbiker und mit uns auch die Fotografen. Denn es gibt da einen Berg, der bietet eine wunderbare Sicht auf das Tal.

Sonnenaufgangswanderung zum Gratlspitz

Der frühe Vogel fängt den Wurm oder wie wir gerne sagen: Der frühe Fotograf bekommt die schönsten Motive. Und so geht es bei unseren Wanderungen weniger um den Wurm, sondern viel mehr um die ersten Sonnenstrahlen des Tages. Einmal mehr auf der Jagd nach gutem Licht, klingelte unser Wecker bereits um 2 Uhr nachts. Mit Augenringen und unsere Aktion hinterfragend, fuhren wir los in Richtung Berggasthof Holzalm. Steffi hatte einmal mehr Google Maps vertraut und uns damit ins Nirgendwo geführt. Aber solche Situationen sind wir uns ja schon aus Chile gewohnt. Da kann man nur eines machen, umdrehen und den richtigen Weg suchen. Ein hilfreicher Tipp für dich: Gib in deinem Navi ein, dass du via Zimmermoos fahren möchtest, dann erwischst du gleich auf Anhieb den richtigen Weg.

Über Umwege haben wir es dann schlussendlich zum Parkplatz des Berggasthofs Holzalm geschafft. Wir zweifelten, ob wir es noch pünktlich zum Sonnenaufgang schaffen würden. Es war bereits nach 4 Uhr und die Wanderung sollte gemäss Wanderschild 1.5 Stunden dauern. Mit Taschenlampen bewaffnet, hasteten wir also durch die Dunkelheit den Berg hoch. So ganz ohne Frühstück und mit wenig Schlaf, war das durchaus eine Herausforderung. Absolut happy standen wir dann kurz vor 5 Uhr an unserem Fotospot und hatten somit noch eine halbe Stunde Zeit für die Vorbereitungen.

Wir wissen nicht, wie es euch geht, aber für uns ist ein Sonnenaufgang immer wieder etwas Spezielles. Das Starren auf den Horizont in freudiger Erwartung darauf, dass die Sonne gleich hinter der Bergkette erscheinen wird, hat etwas Magisches. Und wenn sie dann erst einmal da ist und die Landschaft in goldiges Licht taucht, ist das eine Entschädigung für all die Strapazen, die man dafür auf sich genommen hat. Jeder Fotograf beziehungsweise jede Fotografin macht sich selber eine unglaubliche Freude mit dieser Wanderung, denn die Aussicht ist einfach fantastisch. Kleiner Bonus-Tipp für alle, die unsere Fotoposition suchen: Diese liegt rund zehn Minuten unter dem Gipfel.

Der Wanderweg auf dem Gratlspitz im Alpbachtal in Österreich. Der Weg scheint in Richtung Sonne zu gehen.

Picknick am Reintaler See

Weil nicht nur Berge und damit verbunden der Blick ins Tal super schöne Fotomotive sind, sondern auch Reflexionen auf einer Wasseroberfläche, fahren wir immer wieder gerne an Seen. In diesem Fall zum Reintaler See. Dieser liegt ganz in der Nähe von Kramsach. Der Reintaler See ist einer von vielen Bergseen und zudem der grösste in der Gegend. Zum einen handelt es sich um einen Badesee, der durch sein gepflegtes Ufer zum Verweilen einlädt. Für die aktiven unter euch gibt es eine Tretboot- und Ruderboot-Vermietung. Oder ihr spaziert einfach gemütlich um den See. Denn es gibt einen sehr schönen Naturpfad entlang des Ufers.

Falls ihr in der Region seid, schnapp euch einen Picknick-Korb und entspannt ein bisschen in dieser wunderschönen Natur. Ein tolles Erlebnis. Leider war bei uns das Wetter nicht ganz so toll. Schön war es trotzdem.

Der Reintaler See an einem regnerischen Tag im Alpbachtal.

Spaziergang zur Kaiserklamm

Das Alpbachtal bietet aber nicht nur Berge und Seen, sondern auch Schluchten. Eine davon ist die Kaiserklamm. Sie liegt in der Nähe von Aschau, rund 45 Minuten von Alpbach entfernt. Der grosszügige Parkplatz in der Nähe der Kaiserklamm lässt darauf schliessen, dass diese Schlucht ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Wir hatten bei unserem Besuch leider kein Wetterglück. Der Tag startete mit einem wolkenverhangenen Himmel. Wir beschlossen auf gut Glück zur Kaiserklamm zu fahren. Bis zum Parkplatz war es noch trocken. Als wir uns dann jedoch auf den Weg begaben, begann es zu tröpfeln und nur Momente später standen wir im heftigen Regen. Wir beschlossen uns davon nicht unterkriegen zu lassen. Als wir dann jedoch vor dem Zugang zur Kaiserklamm standen und sich da bereits richtige Wasserlachen angesammelt hatten, beschlossen wir umzudrehen. Bei leichtem Regen ist die Kaiserklamm problemlos zu begehen. Bei heftigem Regen sollte man wohl ein wenig aufpassen. Wir haben nun auf jeden Fall einen Grund wieder ins Alpbachtal zu fahren. Denn wir wollen die Kaiserklamm fotografisch in Szene setzen.

Steffi blickt in Richtung Kaiserklamm.

Gasthöfe und Essen

Die Gasthöfe und Hotels im Alpbachtal sind alle sehr traditionell gehalten mit sehr viel Holz. Keine fancy Hochhäuser oder sonstige extraordinäre Bauten. Sie fügen sich in das klassische Dorfbild ein, was den Dörfchen unglaublichen Charme verleiht. Uns gefällt das super gut. Denn die Atmosphäre wird dadurch sehr heimelig.

In den Gasthäusern wir gut bürgerliches Essen serviert, was nach einem anstrengenden Wandertag wie gerufen kommt, um die Energiereserven wieder aufzufüllen. Wir haben jede Mahlzeit sehr genossen. Einige Gasthöfe und Hotels bieten zudem einen Wellnessbereich an. So auch unseres, das Hotel Wiedersbergerhorn, in dem wir drei Nächte zu Gast sein durften. Wir hatten ein grosszügiges Zimmer mit einem sehr grosszügigen Balkon, der einen wunderbaren Blick auf die Bergkette bot. Selbst bei Regenwetter war es schön, einfach dazustehen und in die Natur zu schauen. Die Wolken, welche sich über die Bergkämme zogen, boten ein umwerfendes Schauspiel. Und dann gab es jeweils dieses grossartige Frühstücksbuffet und das leckere Nachtessen. Aber jetzt driften wir schon wieder in Richtung Essen ab.

Klassische Holzhäuser im Alpbachtal.

Fazit zum Alpbachtal

Im Alpbachtal ist für jeden etwas dabei. Für die Sportlichen gibt es unzählige Wanderwege und Bike-Touren. Im Winter wird zudem Ski gefahren. Wer weniger sportlich am Berg unterwegs sein will, für den gibt es diverse Bergbahnen, die einem auch im Sommer zu den Gipfeln bringen.

Wie bereits erwähnt gibt es einige Seen für die Entspannung oder einfach nur, um sich an einem heissen Tagen zu erfrischen. Nicht zu vergessen, sind die Schluchten oder auch Klammen genannt. Auch bei schlechtem Wetter gibt es Aktivitäten wie beispielsweise das Museum der Tiroler Bauernhöfe oder das Erlebnisbad WAVE Wörgl. Nicht zu vergessen das Planetarium in Schwaz. Allgemein wirkt das Alpbachtal sehr familienfreundlich. Bei den Hotels stehen oftmals noch Hüpfburgen und es gibt auch viele Aktivitäten, welche sich an die Kleinen richten. Zudem zeigt sich das Alpbachtal von einer sehr entspannten Seite. Die Ruhe der Natur und die sehr gastfreundlichen Menschen sorgen dafür, dass der Alltagsstress innert kürzester Zeit von einem abfällt. Für uns war es ein super schöner Ausflug, dessen Highlight die Wanderung zum Gratlspitz und damit verbunden, das Foto-Shooting bei Sonnenaufgang war. Hier findest du weitere Bilder dazu.

Die Sonne illuminiert das Alpbachtal im Tirol, Österreich.

2 Kommentare

  1. Danke für den Reisebericht zum Alpbachtal!Meine Schwester hat vor, einen Wellness Sommerurlaub zu machen am Achensee. Sie war echt begeistert von ihrem ersten Sommerurlaub in Österreich, dass sie jetzt jeden Sommer dahin fährt. Euren schönen BEricht werde ich ihr auf jeden Fall mal weiterempfehlen.

    • Steffi sagt:

      Vielen lieben Dank. Wir hatten ebenfalls eine tolle Zeit im Alpbachtal und sind insbesondere von dieser tollen Sonnenaufgangswanderung begeistert :). Es gibt allgemein viele Aktivitäten in der Natur und das Beste, es hat für jeden etwas dabei.

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