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Mit der Actioncam Ferienerinnerungen festhalten

Die GoPro Hero 3+ in einer Nahaufnahme mit geöffnetem Deckel.

Von Freunden werde ich oft gefragt, warum ich mir die Mühe mache, das gesamte Kameraequipment mit mir herumzuschleppen und nicht einfach nur eine GoPro mitnehme. In diesem Blog gehe ich auf diese Frage ein und gebe dir einige Tipps mit an die Hand, wie man das Beste aus einer Actioncam herausholen kann.

GoPro vs. Spiegelreflex

Der erste Grund, warum ich jeweils meine Systemkamera oder Spiegelreflex beim Reisen dabei habe, ist der, dass ich die bestmögliche Bildqualität haben möchte. Bezüglich der Fotografie bedeutet dies, dass ich meist meine Sony Alpha 7RII (*Amazon Affiliate Link) mit einigen Wechselobjektiven benutze, da ich so das Optimum aus jeder Aufnahme herausholen kann. Die manuellen Einstellungsmöglichkeiten sowie der grosse Sensor sind unschlagbar, wenn ich schöne Fotos schiessen möchte. Generell fotografiere ich nie mit einer GoPro. Da würde ich vorher mein iPhone 7 Plus (*Amazon Affiliate Link) verwenden, welches bei gutem Licht erstaunliche Ergebnisse liefert.

Zum anderen möchte ich auch in Sachen Videoqualität keine Kompromisse eingehen. Zwar liefert die GoPro (vor allem die Modelle Hero 4 Black und Hero 5) (*Amazon Affiliate Link) ein fantastisches Bild, jedoch nur, wenn die Lichtverhältnisse stimmen. Bei schwierigen Lichtsituationen entsteht schnell Bildrauschen. Da vertraue ich lieber der Sony Alpha 7SII (*Amazon Affiliate Link). Diese Kamera ist ein Low-Light Monster. Zudem liebe ich SLOG2. Mit diesem Bildprofil kann ich später in Premiere Pro oder DaVinci Resolve ein schönes Colorgrading realisieren. GoPro bringt zwar Protune mit. Durch den hohen ISO fängt das Bild bei dessen Verwendung aber schnell an zu rauschen. Und Bildrauschen ist fast so schlimm wie schlechter Ton bei einem Video.

Stabilität ins Bild bringen

Was ich unabhängig von GoPro einsetze, ist ein Gimbal. Die kleinen Geräte mit drei Motoren stabilisieren die Kamera und sorgen dafür, dass das Bild nicht verwackelt. Zudem kann man mit Gimbals oder auch mit Flycams und Glidecams wunderbar ruhige Kamerafahrten simulieren, ohne einen Slider dabei haben zu müssen. Material, welches normalerweise durch Schritte und Bewegungen verwackeln würde, wird so brauchbar. Wer einmal ein Gimbal eingesetzt hat, der möchte es nicht mehr missen. Für das iPhone 7 Plus benutze ich das DJI Osmo Mobile. Die GoPro wird auf dem Feyiutech G5 (*Amazon Affiliate Link) platziert und die Sony Alpha 7SII findet auf dem Pilotfly H2-45 Platz.

König Actioncam – Für die speziellen Anwendungsbereiche

Es gibt aber auch die klassischen Actioncam Momente. Immer dann, wenn ich wenig Platz für das Anbringen der Kamera habe oder diese härteren Anforderungen gerecht werden muss. So montiere ich die GoPro beispielsweise gerne einmal am Frontschweller eines Autos oder bringe sie nahe der Spitze eines Skis an. Ebenso lassen sich Actioncams bequem am Körper tragen und bieten so die perfekte First Person Perspektive. Zudem sind die Kameras wasserdicht, wodurch sie zum unverzichtbaren Begleiter werden, wenn es ins Wasser geht. Die kleinen Kameras halten einfach eine Menge aus und liefern unter schwierigen Bedingungen ganz gute Ergebnisse.

Die GoPro Hero 3, mittels Klemme an einem Geländer befestigt.

Die Sache mit dem Ton

Ein grosses Thema im Bereich Video ist der Ton. Der Ton ist entscheidend für ein gutes Video. Deshalb benutze ich bei meiner Sony ein Rode Videomic Pro (*Amazon Affiliate Link) oder das neue Videomic Pro+. Dieses erlaubt mir die Erreichung einer besseren Tonqualität als dies mit dem internen Mikrofon möglich wäre. Auch bei der GoPro verzichte ich nicht auf die Aufnahme von externem Ton. Zwar wird hier kein Mikrofon an der GoPro montiert. Jedoch nehme ich mit der Rode App Umgebungsgeräusche auf und füge diese später mit dem GoPro Bild zusammen.

Tipps zum Einsatz der Actioncam

Die oberen Punkte geben dir eine Idee, warum ich immer relativ viel Kamera-Equipment mit mir herumschleppe. Falls du aber lieber nur mit der Actioncam – ob GoPro oder Sony und Co. – unterwegs sein möchtest, so empfiehlt es sich, auf einige Dinge zu achten. Zuerst einmal würde ich die Aufnahmen jeweils bei guten Lichtbedingungen machen. Weiter musst du dir überlegen, wie du die Thematik Ton löst. Ein externes Mikrofon in Kombination mit einer App ist eine einfache und gute Lösung.

Weiter solltest du für ein möglichst Wackelfreies Bild sorgen. Ein Gimbal ist diesbezüglich dein bester Freund. Zwar verfügen viele der Actioncams über einen Bildstabilisator. Dieser ist einem Gimbal aber stets unterlegen. Wenn du später ein Video schneiden möchtest, achte zudem darauf, dass du genügend Schnittbilder produzierst. Filme also nicht immer nur in der Totalen. Gehe auch einmal nahe ran und filme Details.

Wenn du mit der Actioncam Fotos schiessen möchtest, dann achte auch wiederum auf gute Lichtverhältnisse und nimm die Bilder in RAW auf. Dadurch hast du später mehr Möglichkeiten bezüglich der Bildbearbeitung.

Nun bleibt mir eigentlich nur noch eines übrig: dir viel Spass beim Produzieren zu wünschen :).

Geniess es, sei kreativ und zeig mir doch einmal deine Ergebnisse :).

 

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